Bibelseminar 2012

Matthias Lübke und Ian Hardy

In diesem Jahr wollten wir unbedingt beim Bibel–Seminar dabei sein, auch wenn unser Terminkalender recht voll war. Trotz Hektik und Trubel machten wir uns auf den Weg und brauchten dann doch ein bisschen, um wirklich in Schlageten anzukommen. Doch es hat sich gelohnt, wir wurden reich beschenkt.
Matthias Lübke referierte zum Thema: Nachfolge JESU: Jünger werden/sein und Jünger machen. Anhand des Matthäus–Evangeliums erläuterte Matthias das Prinzip der Jüngerschaft. Bevor JESUS in den Himmel fährt, gibt ER Seinen Jüngern einen Auftrag, der bis heute Gültigkeit hat.

Der Missionsbefehl in Matth 28 (Lutherübersetzung): „Aber die elf Jünger gingen nach Galiläa auf den Berg, wohin JESUS sie beschieden hatte. Und als sie Ihn sahen, fielen sie vor Ihm nieder; einige aber zweifelten. Und JESUS trat herzu und sprach zu ihnen: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des HEILIGEN GEISTES und lehret sie halten alles, was Ich euch befohlen habe. Und siehe, Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.”

aufmerksame Zuhörer

Matthias konfrontierte uns zunächst mit den Fragen: Bin ich Jünger? Habe ich Jünger? Wen nehme ich mit im Dienst, wen leite ich an? Mit einem umfangreichen Schulungsprogramm machte er uns die Dringlichkeit dieses Textes deutlich.

Mir persönlich wurde wieder neu klar, wie wichtig es ist, Menschen, die JESUS kennen lernen, langfristig zu begleiten, damit sie im Glauben wachsen und fest werden, damit sie selber zu Jüngern werden und dann wiederum Jünger „machen”.

Wenn ich dabei auf mich selbst sehe, nehme ich viele Defizite wahr, die mich echt frustrieren. Aber auch der von GOTT berufene Menschenfischer Petrus versagte schrecklich, und JESUS steht trotzdem zu dieser Berufung und macht weiter mit ihm. Petrus gibt nicht auf, er lässt sich rufen und wird zum Fels. Es tut so gut, dass wir nicht auf unsere Unzulänglichkeit schauen müssen, sondern auf GOTTES grenzenlose Gnade!

Gerhard Weber und Ian Hardy
Gerhard Weber (Chile) mit
Ian Hardy (Spanien)

Eine besondere Freude war es auch, dass Ian Hardy in Schlageten sein konnte. Ian bedauerte es so sehr, dass er in letzter Zeit keine Gelegenheit hatte, die Gemeinden zu besuchen. Der Gesundheitszustand seiner Tochter Elisabet ermöglicht zurzeit keine größeren Reisen. Ernst–Dietrich bot ihm an, zum Bibel–Seminar zu kommen. Dort hatte er Gelegenheit, Geschwister aus fast allen VMF–Gemeinden zu treffen und auch selbst aufzutanken.

Aber Ian kam nicht nur zum Tanken, er hat uns auch sehr viel gegeben. In vielen Gesprächen haben wir zusammen gelacht und geweint und seine Gegenwart sehr genossen. Auch seine Predigt am Samstag hat mich tief berührt. Ian sagte: „JESUS verspricht uns keinen leichten Weg, aber ER geht selber mit uns.” Man merkte ihm deutlich an, wie sehr diese Aussage für Gracia und ihn Realität ist.

Ian sprach über die Qualitäten eines Jüngers und verglich sie mit den Fäden in einem Webrahmen. Die Längsfäden sind: Gehorsam, Glaube und Vertrauen, Abhängigkeit von GOTT, Anbetung, Ehrerbietung und GOTT zu kennen. Liebe und Beziehung sind der Querfaden, der alle anderen Eigenschaften miteinander verwebt. Liebe ist nicht ein Gefühl, sondern eine Entscheidung, zu jemandem zu stehen. Ian ermutigte uns, uns gegenseitig anzuspornen, im Glauben zu wachsen und vorwärts zu kommen. Er warnte uns aber auch vor Glaubensfressern wie Angst, Sorgen, dem falschen Blickwinkel, Missverständnissen und Kleinglauben. JESUS selbst schenkt sich uns, das sollte uns doch genügen.

beim Gespräch

Wir verbrachten viele Stunden mit GOTTES Wort, Gebet, Fürbitte und Lobpreis, und doch reichte die Zeit bei weitem nicht aus. In den Anbetungszeiten offenbarte sich GOTT durch verschiedene Geistesgaben, sodass wir alle reich gesegnet wurden.
Auch die Gemeinschaft untereinander tat richtig gut. Viele altbekannte Geschwister lernte ich wieder ganz neu schätzen und lieben, und manchen lernte ich erst jetzt kennen. Wir konnten uns über vieles austauschen und Freud und Leid miteinander teilen.

Ein besonderer Genuss waren auch die Mahlzeiten. Unser Koch– und Küchenteam hat uns hervorragend versorgt und ganz getreu dem Motto: Das Beste kommt noch, gab es zum Abschluss für jeden noch ein Stück leckere Torte. So konnten wir gut genährt – nach Geist, Seele und Leib – wieder den Heimweg antreten, um das Gelernte in den Gemeinden umzusetzen.

Zum Schluss noch ein dickes DANKESCHÖN an Ernst–Dietrich, der alles so klasse organisiert hat und an alle, die zum Gelingen der Freizeit beigetragen haben.

Antje Hain, Frohnhausen