Eine VMF–Jugendfreizeit aus Sicht des Jugendleiters

Eine VMF-Jugendfreizeit aus Blick des Jugendleiters: Freizeiten sind nicht nur für die Freizeitler oft das Highlight vieler Wochen. Auch für mich als Jugendleiter ist eine Freizeit der Gipfel am Ende einer langen Wanderung. Ein Abenteuer mit vielen Herausforderungen, aber in der Begleitung göttlichen Beistands.

Im Frühjahr 2013 begann die Wanderung. Beim Jugendleitungsteamtreffen (JLTT) tauschten wir uns aus, hörten auf GOTTES GEIST und ließen uns ausrichten. Konkret wurde die Vorbereitung dann nach der Auswertung der Sommer-Freizeit 2013 und dem Feedback der Mitarbeiter im August. Das ist immer sehr spannend. Der Austausch über das Erlebte und die ermutigende Kritik motivieren mich jedes Mal neu. Mein Bestes für Sein Höchstes.

Los geht’s! Das Haus ist der einzige feststehende Faktor, es wird bereits 18 Monate im Voraus gebucht. Alles andere ist noch recht offen. Zuerst muss ein Mitarbeiterteam zusammengestellt werden – das geht mit wichtigen Entscheidungen einher. Von einigen Mitarbeitern habe ich schon eine mündliche Zusage: „Ich bin nächstes Mal wieder dabei.“ Andere können nicht und müssen ersetzt werden. Wichtig ist immer, dass am Ende ein vielfältiges und motiviertes Team steht. Eine Herausforderung! Ich brauche erfahrene und zuverlässige Leute, möchte aber gleichzeitig junge Menschen hineinnehmen und fördern. Es ist und bleibt ein Experimentieren und ein ständiges Hören auf GOTTES Impulse. Schließlich wird später diese Gemeinschaft die geistliche und organisatorische Verantwortung der SiF tragen.

Parallel dazu brauchen wir, wie jedes Jahr, ein Küchenteam. Die 3 wichtigsten Menschen einer jeden Freizeit lassen sich nicht immer leicht finden. Aber GOTT ernährt Seine Spatzen am Ende doch. Diese SiF sogar durch zwei Teams, die jeweils für die Hälfte der Zeit die hungrige Horde versorgen.

Es bleibt praktisch: Das Thema muss festgelegt, die Aufgaben verteilt, die Aktionen geplant, die Anmeldungen gestreut, die Kirche gebucht, die Anmeldungen verbucht, Informationen ausgetauscht, Andachten erbeten, Workshops und Silvesterabend geplant, Zimmer belegt, Rechnungen bezahlt, Mitarbeiter motiviert, schwierige Entscheidungen getroffen … werden.

Gut, wenn sich die vielseitigen Aufgaben auf viele Schultern verteilen. Das Team wächst zusammen und entwickelt Größe. GOTT hat sehr bunt begabt. Wie schön, wenn ich dann dasitze und merken darf, wie ER alles zusammenpassen lässt..

Weihnachten fliegt an mir vorbei. Einige Tage Ruhe bei der Familie mit letzten Mails und WhatsApp-Nachrichten und dann fahre ich schon mit 7 lauten Leuten in einem bis unters Dach beladenen VW-Bus die kurvigen Straßen hoch in den Schwarzwald. Das hellhörige Haus begrüßt mich. Zum sechsten Mal in diesem Jahr.

Die Woche ist intensiv! Mit über 50 Teilnehmern und einem guten Team, mit dem ich bisher auf einer Freizeit unterwegs sein durfte, ist Schlageten voll. GOTT sei Dank haben wir das Glück, dass wir die Kirche in Schlageten für unsere Gottesdienste nutzen dürfen. Dadurch entspannt sich die Platzlage im Haus etwas.

Das Wetter ist, wie im letzten Jahr leider auch, nicht optimal. Trotzdem gibt es gute Aktionen. Auch das Essen ist wie im letzten Jahr sehr lecker. Das Miteinander ist entspannt und trotz des spürbar jüngeren Teilnehmerdurchschnittsalters (im Vergleich zum Sommer) ist die Woche sehr angenehm für mich.

Besonders die Gottesdienste unter der Thematik „Original oder Kopie” sind sehr stark und geprägt von vielen Zeugnissen und tiefen Impulsen. In den Zeiten vor GOTT nehme ich mich bewusst zurück. Und das lohnt sich. Andere ergreifen die Initiative. Man kann die Begeisterung für unseren HERRN und Erlöser deutlich spüren (nicht nur in den Zeiten in der Kirche). Abends gehe ich gelegentlich durchs Haus. Überall verteilt finde ich kleine Gruppen, die miteinander über die Bibel, ihre Erfahrungen und GOTT und die Welt sprechen. Auf dem Dachboden wird oft stundenlang füreinander gebetet und Eindrücke weitergegeben. Ja … GOTT redet.

Aus diesen nächtlichen Treffen ist eine WhatsApp-Gruppe (Chatplattform) entstanden, die den Namen „@Dachboden” trägt und in der jeden Tag Gebetsanliegen ausgetauscht werden. Ich beobachte das mit Freude: Eine junge Generation, die von JESUS berufen und befähigt wird, GOTTES Mission zu leben.

Nach der Freizeit habe ich drei Traditionen:

  1. Ich gehe mit allen Freiburgern ins Restaurant.
  2. Ich schmeiß alle Freizeitkisten ins Gemeindebüro und schließ die Tür zu.
  3. Ich schlafe.

So … jetzt bin ich wieder wach. Abrechnung machen, letzte Feedbackgespräche mit den Mitarbeitern durchführen und diesen Freizeitbericht schreiben. Nachdenklich und sehr zufrieden schau ich zurück. Unser GOTT übertrifft einfach alle unsere Erwartungen und sprengt unsere kühnsten Vorstellungen. Ich glaube, es macht IHM Spaß, uns in Staunen zu versetzen.

Es gäbe noch viel zu erzählen. Ich hoffe aber, dass schon dieser Einblick ermutigend ist.

Für mich war es besonders aufbauend zu erleben, wie GOTT versorgt:

  1. Mit gleich zwei Küchenteams, die kurzfristig eingesprungen sind.
  2. Mit Anthony Fisher, der mich sehr stark bei den Andachten entlastet hat (Pascal, der das sonst macht, konnte leider nicht mitfahren).
  3. Mit einem genialen Team, das perfekt harmoniert hat.
  4. Mit jungen Teilnehmern, die JESUS von Herzen ausstrahlen.
  5. Mit einer geistlichen Dynamik, die kein Mensch machen kann ...

Johannes Vogt, VMF-Jugendleiter