Silvesterfreizeit 2014-15

Gruppenfoto

Gerufen – Gott – Gerechtigkeit

Die Silvesterfreizeit war eine Freizeit geprägt durch viele Höhepunkte. Mit viel Bewegung, genialem Wetter und einer herausragenden Gemeinschaft, verbrachten wir eine Woche im verschneiten Schwarzwald (Schlageten).

Durch Seminare, Berichte, Gottesdienste, Gesprächsrunden, Interviews und Gesprächspredigt wurden Impulse auf vielförmige Weise gesetzt.
Thematisch ging es um Hingabe an eine sich zerstörende Welt. Wir packten heiße Themen an. Themen die unter die Haut gehen. So beschäftigten uns Fragen wie „Wie sieht Lobpreis aus angesichts einer zerstörten Welt? Was bedeutet ein hingegebenes Leben als Christ in der Konfrontation mit Menschenhandel, Kindersklaverei und entsetzlicher Armut? Woher kommt dieses Chaos und was tut Gott dagegen?“

Ermutigt wurden wir durch unsere Gäste Marion und Helmut Kühn Missionare aus Chile und Anna Epah, die von einem Einsatz auf den Philippinen zurück war. Sie nahmen uns in ihre Erfahrungen zu dieser schwierigen und belastenden Realität mit hinein und weckten Glaube und Hoffnung auf einen Gott, der die Menschen dieser Welt trotzallem liebt.

Johannes Vogt

Eindruck des Missionsehepaars Kühn:

Schlageten im Schnee

Am Sonntagnachmittag kommen Marion und ich (Helmut) von Freiburg aus in Schlageten an und können es kaum fassen: gute 50 cm Neuschnee. Das hatte ich mir doch so sehr gewünscht. Wir kommen noch pünktlich zum Abendbrot und werden richtig herzlich von den vielen Jugendlichen und dem Küchenteam begrüßt. Die Kälte von draußen schlug sofort in warme Herzlichkeit um. Wir fühlten uns von Anfang an zu Hause.
Nach dem Eßen ging es in die Katholische Kirche, mit Handschuhen und Schal, aufs Schlimmste vorbereitet, aber von wegen: super geheizt, aber noch "heißer" war die Lobpreiszeit und die vielen Gebete. GOTTES Gegenwart, wie ich sie noch nie in solch einem Kirchengebäude erlebt habe.
Anschließend spielten wir noch gemütlich Familienspiele. Wie schön, als Missionar einfach ganz normal mit den Jugendlichen spielen und lachen können.
Am nächsten Morgen ging es dann nach dem Frühstück wieder in die Kirche. Diesmal das große super vorbereitete und geleitete Interview: Marion und ich sollten erzählen und Fotos zeigen. Dabei haben wir alle viel gelacht, aber ich denke, dass der ein oder andere auch geistlich dazu lernen durfte. Mir viel auf, dass noch jedes vielleicht vorhandene Eis zwischen den Jugendlichen und uns mittlerweile geschmolzen war. Wir waren auf einmal wie Freunde. Nachmittags kam dann noch der "Hammervorschlag": Rugby spielen im Schnee. Man gut, dass ich meine Schneestiefel und Schneehose dabei hatte. Also los dann. Was hatten wir für Spaß beim Balgen und Austricksen, bei Teamarbeit und manchem ungewollt harten Ellbogen, der einen schlagartig zum Stehen brachte.
Am Nachmittag dann ein super lustiges, auf Teamarbeit ausgerichtetes Spiel für alle: Welch ein Chaos brach da aus, das ganze Haus wurde ausgenutzt. Ich fand das klasse.
Abends ging es dann wieder in die warme Kirche, und nach tollem Lobpreis durfte ich einen Impuls geben, bei dem ich merkte, wie hungrig viele das Wort Gottes und die Gedanken bezüglich "Hingabe als Lobpreis" aufnahmen. Wir wollen Gott nicht nur unsere freie Zeit und ein paar Gedanken am Tag schenken, sondern alles und das 24 Stunden am Tag. Wir gehören Ihm.
Leider mussten wir am nächsten Morgen wieder los und die fast 8–stündige Rückreise antreten. Nicht allein wegen dem tollen Essen und der guten Gemeinschaft, sondern weil wir eine Jugend und Jugendleitung erlebt haben, die Gott lieben und mehr wollen. Der richtige Weg in die richtige Richtung. Das möchte man gerne unterstützen. An alle Teilnehmer und Leiter einen herzlichen Dank für die gesegnete und unvergessliche Zeit mit Euch.

Helmut und Marion Kühn

Ortsschild Schlageten im Schnee

Eindruck von Anna Epah:

Als Besucherin kam ich erst freitags kurz vor Ende der Freizeit nach Schlageten. Ich wurde eingeladen, um von meinem 4-monatigen Einsatz in Manila (Philippinen) zu berichten. Doch obwohl ich erst so spät anreiste wurde ich sofort herzlich aufgenommen – von bekannten aber auch von den unbekannten Gesichtern – und habe mich sehr wohl gefühlt. Als ich die Jugendlichen über die voran gegangen Tage der Freizeit reden hörte, wünschte ich mir insgeheim die Freizeit heimlich um ein paar Tage zu verlängern bzw. schon früher dabei gewesen zu sein. Nur ein Tag machte schon Lust auf Mehr und hat sich aber gleichzeitig auch die angereisten Kilometer gelohnt! Schön, dass ich dabei sein konnte.

Anna Epah