VMF-Nord-Konferenz in Frohnhausen 2015

Polizeisterne

„Wen da dürstet, der komme zu MIR und trinke! Wer an MICH glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“ Joh 7,37-38

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Diese von JESUS CHRISTUS am letzten Tag des Laubhüttenfestes in Jerusalem gesprochenen Worte stellten das Motto und zugleich den Bezugspunkt für viele Beiträge während der VMF-Missionskonferenz am 27.09.2015 in Frohnhausen dar.

Auf die lebenswichtige Bedeutung des Wassers ging Jürgen Hain in seiner Begrüßung ein, als er den Bibeltext in Beziehung zu der Flüchtlingssituation in Deutschland setzte und darauf hinwies, dass Flüchtlinge bei ihrer Ankunft mit einer Flasche Wasser empfangen werden, damit sie ihren Durst stillen können. Dieses Bild passt wunderbar auf JESUS CHRISTUS, der JEDEN nach IHM dürstenden Menschen mit offenen Armen empfängt und ihn mit dem Wasser des Lebens erfüllt.

Das Musikteam besang in seinem Vortragsstück den tiefen Frieden, der sich wie ein Strom aus der Herrlichkeit GOTTES über die Gläubigen ergießt und ihre Sorgen zudeckt. Im Anschluss trug der rumänische Chor ein Lied vor, dessen zentrales Thema „Ich bete an ...“ die Gemeinde daran erinnerte, GOTT im Gebet für alles in unserem Leben zu danken.

Stefan Hantke berichtete von der VMF-Kinder-Freizeit in Gernsheim, die unter dem Motto „Ein Leben in Rom“ 45 Kinder in vielfältiger Form an das römische Leben zu Zeiten des Neuen Testaments heranführte. In zahlreichen Workshops wurden Standarten gebaut, Seife gegossen, ein römischer Streitwagen konstruiert und ein Ofen hergestellt, in dem später eigenes Fladenbrot gebacken wurde. Eingerahmt wurden diese Aktivitäten durch morgendliche Bibelarbeiten, Anspiele und gemeinsames Singen. Gast vor Ort war Gerhard Weber, der den Kindern die Missionsarbeit in Chile und die Schönheit des Landes näherbrachte.

Während der anschließenden Anbetungs- und Lobpreiszeit wurde in den Liedern die Liebe GOTTES besungen, die sich einem ewigen Strom gleich auf die Gemeinde ergießt. JESUS steht im Mittelpunkt unseres Lebens, ER ist unser wunderbarer Hirte.

Der stellvertretende Direktor des Marburger Bibelseminars, Dr. Thomas Weißenborn, nahm das Motto der Herbst-Konferenz in seiner Predigt auf und setzte die Worte JESU in Bezug zum Laubhüttenfest, einem der 3 jüdischen Pilgerfeste. Während der 7-tägigen Festlichkeiten bezogen die Pilger und auch die Bewohner Jerusalems selbst gebaute Laubhütten. Die Stimmung während des Festes war ausgesprochen fröhlich und ausgelassen, sie wurde den Gläubigen von GOTT sogar ausdrücklich in 3. Mose 23 „verordnet“. Eine weitere Besonderheit war die Tatsache, dass „Sukkot“ als Erntefest gefeiert wurde. Das Laubhüttenfest erinnert zudem an den Auszug aus Ägypten, als die Israeliten während der 40-jährigen Wüstenwanderung auch in selbst gebauten Hütten lebten. Sukkot soll also an die eigene Herkunft erinnern und zugleich Ausdruck der Freude und Dankbarkeit sein, dass GOTT Sein Volk in ein Land führte, in dem Milch und Honig fließen. Ein 3. Element, das beim Laubhüttenfest eine große Rolle spielt, ist die Wassersymbolik. Wasser ist für die Ernte und damit das Überleben von größter Bedeutung. Regen wurde daher immer auch als Ausdruck von GOTTES sichtbarem und unsichtbarem Segen angesehen. Und genau am letzten und wichtigsten Tag dieses Festes - am Ende eines langen, heißen Sommers - trat JESUS öffentlich auf und rief: „Wen da dürstet, der komme zu MIR und trinke!“ Joh 7,37

JESUS ruft gemäß der Botschaft des Laubhüttenfestes ALLE dürstenden Menschen auf, zu IHM zu kommen und zu trinken. Mit diesen Worten offenbart sich JESUS und macht klar, wer ER wirklich ist. ER ist der Durstlöscher, ER erfüllt die Verheißung Jesajas, dass GOTTES Segen über die Grenzen Israels hinausgehen und auch über die Heidenvölker ausgegossen wird. JESUS nimmt hier also Bezug auf die Verheißungen des Alten Testaments, aktualisiert diese aber, indem ER sie auf sich bezieht.

Es ist nun der Gläubige, von dem Ströme lebendigen Wassers ausgehen werden. Wir, die an JESUS CHRISTUS glauben, sind der Tempel, von dem der Segen GOTTES in die Welt getragen wird. Und dies wurde möglich, als JESUS verherrlicht und am Kreuz zum König der Welt gekrönt wurde. Erst dann konnte der HEILIGE GEIST über die Gemeinde ausgegossen werden. „Das sagte ER aber von dem GEIST, den die empfangen sollten, die an IHN glaubten; denn der GEIST war noch nicht da; denn JESUS war noch nicht verherrlicht.“ Joh 7,39

Mit dem Lied: „HERR, wir loben Deine Gnade“ ging der Vormittagsgottesdienst zu Ende.

Die ca. 230 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Missionskonferenz wurden sowohl mittags als auch am Nachmittag von dem Küchenteam kulinarisch verwöhnt.

Kinderbetreuerteam

Nina, Kathrin und Kirsten, 3 Erstsemesterstudentinnen des Marburger Bibelseminars, betreuten vormittags und nachmittags die Kinder. Das Thema des Vormittags: „David und Goliath“ wurde genau wie „Der barmherzige Samariter“ am Nachmittag mit zahlreichen Spielen, Mal- und Bastelarbeiten sowie Liedern kindgerecht aufbereitet. Die Kinder standen dann auch zu Beginn des Nachmittagsgottesdienstes im Zentrum. Sie durften nach vorne kommen und die Gemeinde sang mit ihnen gemeinsam das Kinderlied „GOTT mag Kinder“, bei dem viele aufstanden und aktiv mitmachten. In der sich anschließenden Lobpreis- und Anbetungszeit wurde der Name des HERRN erhöht.

Anna Epah, Nina Gräb und Felizitas Reeh berichteten von der VMF-Jugend-Freizeit in Gladenbach-Weidenhausen. Ihren Eindrücken voraus ging ein sehr anschauliches Video, das der Gemeinde einen Einblick in die Aktivitäten und die sehr gute Stimmung vor Ort vermittelte. Das Thema der Freizeit war „Barnabas - Auf den Spuren eines großen Vorbilds“. Das Leben von Barnabas (aramäisch: Sohn des Trostes) machte einen großen Eindruck auf die Jugendlichen, da er von GOTT so verändert wurde, dass er seinen Besitz verkaufte, den Erlös den Aposteln zur Verfügung stellte und sein Leben fortan dem Werk GOTTES widmete. Er wurde von GOTT geprägt und sah Potentiale in anderen Menschen (z.B. investierte er sich in Paulus).

In diesem Zusammenhang wies Anna darauf hin, dass GOTT auch heute noch Menschen verändert, prägt und mit den verschiedensten Potentialen (Gaben) ausstattet. Ebenso wie Barnabas sollen auch wir uns von GOTT verändern und prägen lassen und uns in Menschen investieren, in denen wir Potential entdecken.

Der rumänische Chor

rief in seinem Vortragsstück die Gemeinde dazu auf, bereit zu sein für das Kommen JESU. Seine Gnade wird uns erlösen.

In der anschließenden Predigt berichtete der Leiter der New Life Ministries, Roald Lidal, unterstützt durch Japanmissionar Ewald Krautwurst, von der Arbeit dieser in Japan ansässigen Organisation, die sich auf den Druck und die Verbreitung von Bibeln spezialisiert hat. Oberste Priorität hat dabei der Dienst in Japan, da nur ein sehr kleiner Teil der 127 Millionen Einwohner JESUS und das Evangelium kennen.

Ein sehr wichtiger Schritt war das im Jahre 2006 initiierte Manga Bible Project, welches in 5 Bänden die Geschichte der Bibel in einem japanischen Comicstil erzählt. Der Erfolg ist überwältigend, wurden bisher bereits mehr als 8 Millionen Bücher in 33 Sprachen produziert und in Ländern wie Japan, China, Nordkorea, Uganda und den Philippinen verteilt. Viele Menschen, darunter Ältere, Kinder und Gefängnisinsassen, fanden durch das Lesen eines Manga Messiah Bandes zu JESUS. Weitere Planungen umfassen das Verteilen der Manga-Bücher an syrische Flüchtlinge im Libanon, Jordanien und auch in Europa. Auch Straßenkinder in Manila sollen mit Manga Messiah versorgt werden.

„ ... Macht doch eure Augen auf und seht euch um! Das Getreide ist schon reif für die Ernte.“ Joh 4,35 und „ ... Geht hinaus in die Welt und verkündet allen Menschen die rettende Botschaft.“ Mk 16,15
Mit diesen Worten gibt GOTT den Missionsbefehl, in die Welt hinauszugehen und die Gute Nachricht unter allen Völkern der Erde zu verbreiten. GOTT ruft uns auf, uns am weltweiten Missionsauftrag zu beteiligen, denn - so berichtet Roald Lidal aus eigener Erfahrung - noch nie war das Bedürfnis nach JESUS und der Verkündigung des Evangeliums so groß wie heute. Zudem waren noch nie mehr Menschen in die Verkündigung des Evangeliums involviert als heute. Auf der anderen Seite wurden aber auch noch nie so viele Menschen auf Grund ihres Glaubens verfolgt.

In diesem Zusammenhang bedauert Roald Lidal, dass das Interesse an der Mission in der westlichen Welt deutlich nachgelassen hat und auf der anderen Seite die Verkündigung des Evangeliums in Ländern wie China, Indien, Afrika, Brasilien und Südkorea voranschreitet. Diese Feststellung unterlegt er mit zahlreichen Beispielen, von denen hier exemplarisch einige aufgeführt werden:

  • 1983 gab es 1.900 Missionare in Schweden. Im Jahre 2002 waren es nur noch 696, von denen aktuell aber nur 30 % aktiv am Missionsauftrag arbeiten.
  • In der näheren Zukunft wird es mehr chinesische Missionare geben als europäische. In China werden diese Missionare in Bibelschulen im Untergrund ausgebildet.
  • Viele chinesische Missionare sind bereits mit der Verkündigung des Evangeliums im Mittleren Osten beschäftigt und verbreiten dort die Frohe Botschaft unter den Muslimen.
  • In den letzten 15 Jahren sind mehr Muslime zum Glauben gekommen als in 1.400 Jahren zuvor.
  • Indien erlebt momentan eine große Erweckung. So wurden z.B. in der Region Punjab 800 Menschen über einen Zeitraum von 4 Monaten getauft.
  • Auf der anderen Seite wurden in Indien aber auch noch nie so viele Christen verfolgt.
  • Im Iran gibt es aktuell ca. 360.000 Gläubige. Viele iranische Jugendliche kehren dem Islam den Rücken.
  • In Lateinamerika gab es vor 100 Jahren ca. 50.000 Gläubige. Heute sind es ca. 150.000.000.
  • Trotz schlimmster Verfolgung verbreitet sich das Evangelium auch in Nordkorea. Es wird vermutet, dass ca. 150.000 Gläubige dort leben.
  • Für diese Untergrundgemeinden in Nordkorea werden besonders kleine Bibeln produziert, damit man sie vor den Behörden verstecken kann, drohen doch 3-5 Jahre Gefängnis nur für den Besitz einer solchen.
  • Pro Jahr produziert New Life Ministries 500.000 bis 1 Million Bibeln für China.
  • Eine der größten Hauskirchen in China hat 5 bis 7 Millionen Mitglieder. Solche Gemeinden müssen zumeist im Untergrund agieren.

Roald Lidal rief die Gemeinde auf, für die Gläubigen in den genannten Ländern zu beten, um sich so an der Erweckung zu beteiligen.

Im Anschluss beteten Jürgen Hain, Klaus Siffringer und Berthold Schmidt für Bernd Vogt, der am 28.09. nach Madagaskar reist, um dort die Missionare Dr. Reinhard und Martina Schwenk zu besuchen. Auch für Roald Lidal und Ewald Krautwurst und deren Engagement bei der Verbreitung des Evangeliums wurde ein Segensgebet gesprochen. Mit dem Lied: „Die Sach ist Dein, HERR JESU CHRIST“ ging die gesegnete VMF-Konferenz zu Ende. Herzlichen Dank an die Missionsgemeinde Frohnhausen für die Ausrichtung der Konferenz.

Oliver Thielmann, Herborn