Herbstkonferenz Süd in Freiburg 2013

Zuhörer

Mit GOTT gelingt’s

Unter diesem Motto fand die VMF–Südkonferenz am 22.09.2013 in Freiburg statt.

Matthias Brandtner

Etwa 200 Leute fanden sich ein, um zu hören, welche Gedanken Matthias Brandtner, der Gastprediger, dazu zu sagen hatte. Vielleicht waren einige zunächst erstaunt, als dieser das Motto zuerst einmal mit einem Fragezeichen am Ende versah: "Mit GOTT gelingt’s?" War das eine ehrlich gemeinte Frage? Durchaus, und Matthias erklärte auch wieso. Wenn wir einen realistischen Blick auf unser Leben werfen, entdecken wir immer wieder Situationen oder Umstände, die wir nicht als gelungen bezeichnen können. Auch Christen leiden unter Krankheiten und Schmerzen, auch gläubige Partner haben sich schon getrennt, auch für fromme Eltern ist die Kindererziehung zuweilen eine extreme Herausforderung. Oder wie oft ist es uns nicht gelungen, die Sünde zu überwinden, den Mund im richtigen Moment aufzutun (oder zu halten) und so weiter.

Natürlich dürfen wir beten, dass GOTT uns hilft, das Leben mit Seiner Hilfe recht zu leben, aber genau an dieser Stelle setzte Matthias einen Akzent: GOTT will uns helfen, aber ER will uns auch gebrauchen. ER möchte mit uns und durch uns wirken. Die Frage, die sich uns immer wieder stellt, ist, ob wir uns gebrauchen lassen. Sind wir bereit dazu?

Die Herausforderung zu einer neuen Hingabe und Bereitschaft, sich von GOTT gebrauchen zu lassen, war der Tenor des Vormittagsgottesdienstes. Wie viel Wunderbares kann man dabei erleben. Auch wenn man damit rechnen muss, dass es ebenso Widerstand geben kann.

In der Kinderbetreuung ging es unter demselben Motto um Nehemia, der mit seinem Bauarbeitertrupp im Auftrag GOTTES und mit Seiner Hilfe die Stadtmauer Jerusalems wieder aufbaute, die jahrzehntelang zerstört gewesen war. Auch er musste die Erfahrung machen, dass seine Arbeit und seine Person/Motive angegriffen wurden, aber letztendlich erlebte er, dass es mit GOTT gelingt, denn die Mauer wurde fertiggestellt und kein Feind konnte die Ausführung dieser Arbeit verhindern, die GOTTES Plan gewesen war.

Lobpreis

Nach einem sehr guten Mittagessen und der unvermeidlichen Tasse Kaffee trafen wir uns zum Nachmittagsgottesdienst.

Wir hatten wie am Morgen eine intensive Gebetszeit mit herrlicher Lobpreismusik und dann wurde die morgendliche Lehrstunde durch zahlreiche Beispiele illustriert, sodass keine Müdigkeit aufkam. Wir hörten, dass auch unscheinbare Menschen erfolgreich sein können. Der 61-jährige australische Hirte Cliff Young trat mit Gummistiefeln an den Füßen gegen eine Gruppe junger Athleten zu einem Tausendkilometerlauf an, der über mehrere Tage ging. Überraschend gewann er das Rennen.

Eine Gruppe Jugendlicher ohne jeglichen christlichen Hintergrund bekehrte sich, erlebte die Kraft GOTTES und empfing die Zungengabe. Die Mutter eines Jungen wollte diesen "direkten Draht zu GOTT" auch haben, kam in die Gemeinde und fand zum Glauben.

GOTT erhört das einfache Gebet einfacher Menschen um Heilung: Das Gespräch auf einer Parkbank mit einer Krebskranken wurde zum Anstoß, für sie in ihrer Not zu beten und GOTTES Kraft freizusetzen, sodass die Kranke geheilt wurde. In einer Pizzeria unterhielten sich Freunde über eine krebskranke Bekannte und beteten für sie. Auch sie erlebte eine Heilung. GOTT bereitet Menschen vor und schickt sie uns über den Weg; aber wir müssen dem inneren Impuls folgen und so helfen, wie GOTT es uns ins Herz gibt.

Es genügt nicht, nette Gottesdienste zu feiern; nein, wir müssen dort hingehen und uns einbringen, wo die Leute sind, die uns brauchen. Dabei können wir in schwierige Situationen geraten: Bei einer Lebensmittelverteilung bestand ein heruntergekommener Obdachloser darauf, dass Matthias aus seiner Kaffeetasse trank; danach umarmte ihn der Mann lang und herzlich. Das war für Matthias nicht angenehm. Aber hat JESUS nicht gesagt: “Was ihr einem der Geringsten getan habt, habt ihr Mir getan?”

Wir müssen als Glieder am Leib CHRISTI unseren Auftrag erfüllen, sonst bleibt Sein Werk hier auf der Erde ungetan.

Rainhild Schlosser und Susanne Junginger, Freiburg