VMF–Missionsreise 2013

5 Ziele und 1 Vision: Das prägt die VMF–Jugendarbeit und ist unser Herzschlag!

Vision

Die ausgestreckte rechte Hand steht für eine Generation, die Gott lobt und gleichzeitig anpackt, um diese Welt zu verändern.

Mission ist kein Programm, sondern eine Lebenseinstellung. Um dies greifbar und erfahrbar zu machen, haben wir uns im VMF Jugendleitungsteam vorgenommen Mission durch Missionseinsätze erlebbar zu machen, das heißt in anderen Ländern zu sehen wie Menschen dem Ruf Jesu gefolgt sind und Gottes Mission leben.
Junge Menschen sollen die Möglichkeit erhalten die VMF und ihre Arbeit als Missionswerk hautnah kennenzulernen.

im Flugzeug

Aus diesem Grund sind wir mit einer Handvoll junger Menschen im Juni drei Wochen nach Kamerun gereist. 3500km, 10 Stationen und viele Begegnungen haben uns einen super Einblick in die Kultur, die Gemeinde und die Missionsarbeit ermöglicht.

Los ging es in der Hauptstadt Yaoundé. Herzlich begrüßte uns Krankenschwester Esther Riess gemeinsam mit einigen Kamerunern am Flughafen, als unser Flieger um Mitternacht landete. Auf dem Gelände der „Full Gospel Mission” warteten schon unsere Betten auf uns.

Am ersten Tag besichtigten wir gleich das Krankenhaus, hatten Gespräche mit vielen Leuten und machten Besorgungen für die lange vor uns liegende Reise.
Am nächsten Morgen ging es gleich – african style – mit einer Stunde Verspätung mit dem Land Cruiser zu den Missionaren Knorr nach Bamenda. Dort hatten wir eine geniale Zeit: Wir besuchten die Bibelschule, unterhielten uns ausgiebig mit Helga und Werner Knorr und genossen das angenehme Klima des west–kamerunischen Graslandes.

Gruppenfoto mit Ehepaar Knorr

Nach einem Tag auf der Station fuhren wir weiter in den Norden. Zwei Tage sollte die Fahrt auf der Piste dauern. Eine unplanmäßige Flussdurchquerung und Probleme mit dem Kühler des Autos machten schließlich drei Tage daraus.

Kühler-Panne

Sonntagnachmittag kamen wir dann in der werdenden Missionsstation in Ngoundéré an. Hier trafen wir mit unserem Übersetzer zusammen und besuchten am Abend noch einen Studentengottesdienst, der es akustisch in sich hatte.

Ausgestattet mit einem neuen Auto mit funktionierendem Kühler fuhren wir am nächsten Tag weiter zu unserer nördlichsten Station: Garoua. Auf dem Weg hielten wir noch kurz am Hof eines Königs und überreichten ihm als Zeichen der Freundschaft ein deutsches Fußballtrikot. So eins hatte er noch nicht.

unterwegs

Nach fast 300km im Auto kamen wir schließlich an unserem Ziel an. Gespräche und gutes Essen bei der Krankenschwester Vicky Rode mit verschiedenen Pastoren gaben uns Einblick in das Leben im heißen Norden. Auch die Besichtigungen der Gesundheitsstationen, das Einkaufen bei milden 40°C und die Teilnahme an der Gemeindegebetsstunde waren eindrücklich und eröffneten einen Einblick in ein so ganz anderes Leben.
Am Nachmittag des nächsten Tages und mit vielen Fragen im Herzen war es Zeit für eine Verschnaufpause. So machten wir auf dem Rückweg nach Ngaoudéré einen kurzen Abstecher in den "Benoué" Nationalpark. Früh am Morgen machten wir uns auf den Park zu erkunden. Wirklich toll!

Missionsstation

Zurück in Ngaoundéré hatten wir nun einen ganzen Tag Zeit die Stadt, die Gemeinde und die verschieden Projekte anzuschauen. Besonders freuten wir uns auf die Zeit mit drei jungen Deutschen, die dort halfen die Schule aufzubauen und Kinderprogramme in der Stadt durchführten. Eine sehr beeindruckende Zeit mit viel Lachen.

Die sich im Aufbau befindende Missionsstation ist ein Beweis des Weitblickes unseres Gottes. Sie befindet sich auf einem Berg neben der Stadt…quasi im nirgendwo. Das Faszinierende bei der Sache ist, dass auf diesem Berg in den nächsten Jahren eine neue Stadt bzw. ein neuer Stadtteil entstehen wird. Gott in seiner Größe hat dafür gesorgt, dass der König des Landes der Mission dieses Grundstück geschenkt hat. So steht jetzt schon eine Missionsstation mit Schule, Kindergarten und bald auch einer Kirche im werdenden neuen Stadtkern. Jetzt muss nur noch gewartet werden bis die Menschen diese füllen werden. Genial oder?

Missionsstation im Bau

So wird in Ngaoudéré eine Missionsbasis für den überwiegend muslimischen Teil des Landes gebaut und das mit der Unterstützung des muslimischen Königs, der auch das Land für die neue Bibelschule gegeben hat. Sieht alles richtig gut aus!

Ausflug

Um vier Uhr früh war die Nacht am Tag unserer Weiterreise zu Ende. Wir wollten noch den Stadtberg besteigen, um den Sonnenaufgang über diesem wunderbaren Fleck Erde zu sehen. Der Anstieg war die Mühe wert.
Voller Freude auf das nächste Highlight der Reise verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden, stiegen in den reparierten Land Cruiser und fuhren eineinhalb Tage nach Batouri zu den Missionaren Klußmann.
Die Freude war groß, als wir schließlich auf der Missionsstation eintrafen und das erste Mal seit einigen Tagen duschen konnten. Die Zeit in Batouri war für uns von besonderem Wert! Die Gemeinde, die Waisenhäuser und die Schule, die man von Fotos ja bereits kannte, zum Anfassen. Wir sahen viel, hörten viel und freuten uns über das, was Gott an diesem Ort getan hat.

wieder eine Reparatur

Am nächsten Morgen fuhren wir früh los. Es sollte ein weiterer Tag sein, an dem Gott uns tief bewegen würde: Ab in den Dschungel. Tief hinein auf engen Wegen, um an einen ganz besonderen Ort zu gelangen: Domiaka. Weitab von jeder Pressemeldung und zwischen Urwaldriesen steht sie, eine Schule. Aber warum? Weil Gottes Liebe auch hier sichtbar werden soll! Jeder ist wertvoll in den Augen Jesu.
Umso mehr Freude machte es, das Geld, das wir auf der letzten VMF Silvesterfreizeit für dieses Projekt gesammelt hatten, persönlich zu übergeben.

Gottesdienst

Reich beschenkt fuhren wir zurück nach Batouri und am folgenden Tag weiter nach Yaoundé, dem Ausgangspunkt unserer wunderbaren Reise.

Es war Zeit Abschied zu nehmen. Nach einigen Tagen in Kribi am Atlantik folgten viele Einladungen und letzte Gottesdienste. Schließlich fuhren wir die letzten Kilometer auf kamerunischen Straßen zum Flughafen.

Ein Fazit der Reise: Gesund, müde und erstaunt.

Wir haben viel sehen und erleben dürfen. Unser Horizont ist um einiges größer geworden. Wir sind in jeder Hinsicht reich beschenkt worden. Fremde sind unsere Freunde geworden. Wird durften Gottes Handabdrücke sehen und staunen über das, was Jesus tun kann, wenn Menschen seinem Ruf folgen und beginnen Gottes Auftrag zu leben.