Besuch in Chile 2010/11

Silvester - Grillen unter freiem Himmel

Natürlich war das nicht die Absicht unserer Reise, aber es war dann doch ein interessantes Erlebnis, als wir uns über Silvester für einige wenige Tage in Chile aufhielten. Vom 27.12.- 05.01. waren Berthold Schmidt, Gaetan Roy (Missionsleiter von JMS/Altensteig), Friedhilde und ich zu Gast bei unseren Chile-Missionaren. Die wenigen Tage waren prall gefüllt mit Besprechungsterminen. Von morgens früh bis in die Nacht saßen wir zusammen, tauschten uns aus, stellten uns Fragen, berieten, wie das Miteinander gestärkt und die Zukunft der Mision Unida gestaltet werden kann.

Benjamin Weber und Ernst-Dietrich Osthof
Benjamin Weber übersetzt Ernst-Dietrich Osthof

Natürlich ging es auch darum, in welchen Schritten die Leitung der Missionsarbeit dort in die Hände der Einheimischen gelegt werden kann oder muss. Beeindruckt hat uns der mehrheitliche Wunsch der Mapuchen: Missionare sollen Missionare sein! Das Verwalten von Erreichtem, von Gemeinden meinten die Einheimischen, selbst meistern zu können. So ergaben sich natürlich auch Fragen: Wo kann oder soll evangelisiert werden, wo sollen Gemeinden gegründet werden, wo sind Gegenden, denen die frohe Botschaft gebracht werden muss und wie kann die gegenseitige Unterstützung gefördert werden?

Missionare im Gespräch
Michaela & Johannes Stranz, Hannelore Weber und Harald Knöll

Neben all diesen Gesprächen war das Wiedersehen mit unseren in der Mision Unida tätigen Missionarsfamilien Henes, Knöll, Kühn, Stranz, Weber sowie den Einheimischen eine wunderschöne Sache! Es ist bereichernd, sich ihren Einsatz vor Ort anschauen zu können. Schön, dass wir zusätzlich die Gelegenheit hatten, bei einer Taufe (Berthold), einer Kindersegnung und der Einsetzung von Pastor Ramón als Gemeindeleiter in Perquenco mitwirken zu können.

Beeindruckend war auch die dringliche Bitte der jungen Studentinnen:

Bitte erhaltet uns das Mädchenheim (Chantumay) von Tia Hanne (wie sie genannt wird); es ist uns ein riesiger Segen, den wir nicht missen wollen.

Der letzte Tag war einem Bade-, Grill- und Erholungstag gewidmet, bei dem alle Missionarsfamilien nochmals dabei waren.

Segnung

Innerlich reich beschenkt durch die Gastfreundschaft unserer Leute und mit viel Liebe zu den dortigen Mapuchen im Herzen sowie dem Geschenk der Wertschätzung, die wir als Gäste in Chile erfuhren, machten wir uns wieder auf den Heimweg ins kalte Deutschland.

Mit Berthold meinte es GOTT besonders gut: Er konnte noch 2 Wochen bleiben und sich die Arbeit auf dem Land eingehender anschauen.

Ein Dankeschön auch an Gaetan Roy, mit dem wir ein unglaublich gutes Miteinander und ein sehr harmonisches Arbeiten erlebten!

Ernst-Dietrich Osthof

Impressionen