Erika Klußmann: zurück aus Kamerun

Zurück aus Kamerun mit einem Koffer voller Grüße!

Hans-Jürgen und Erika Klußmann

Am 12. März kam ich (Erika) wohlbehalten und glücklich von meinem 4-wöchigen Missionsbesuch in Kamerun zurück. Mir begegnete ein großer geistlicher Hunger, und so konnte ich mehr als je zuvor GOTTES Wort weitergeben. Überall fand ich aufmerksame Zuhörer, ob es bei der Morgenandacht im Mädchenhaus war, in der Nachbarschaft, unter den Lehrern und Mitarbeitern oder in den Gemeinden. GOTT segnete Sein Wort und ich durfte sehen, wie Menschen unter Tränen Buße taten und Veränderung erlebten. Ein junger Mann, der eine schlimme medizinische Diagnose hatte, ließ sich nach dem Gottesdienst erneut untersuchen und seine Werte waren in Ordnung. GOTT ist immer noch auch unser Arzt, der uns heilt.

“Bitte nimm Grüße von uns mit nach Deutschland. Wir danken den Geschwistern in Deutschland für ihre Hilfe.” Diese Worte bekam ich von allen Seiten mit auf meinen Rückweg. Mit ein paar Fotos möchte ich Euch einen kleinen Einblick geben, was Eure Gebete und Spenden in Kamerun bewirken.

Seit im Jahr 2007 die Grundschule "Espoir/Hoffnung" von Liebe in Aktion e.V. in Batouri gebaut wurde, habt Ihr durch Spenden all die Jahre den sozialen Charakter der Schule ermöglicht. So können Kinder auch aus der sozialen Unterschicht eine gute Grundschulausbildung bekommen und lernen GOTTES Liebe kennen.

im Schulbüro
Großmutter Jeanette mit Frank im Schulbüro zur Aufnahme in die erste Klasse

Frank in Uniform
Frank in Uniform. Er ist noch unsicher, aber das Schulbrot von Tata Esther, unserer Kindermissionarin, lockt ihn

Während dieses Besuchs fand ich bei der Großmutter Jeanette ein weiteres Waisenkind: Frank. Er war verunsichert und schwach, ging trotz schulpflichtigem Alter in keine Schule. Er bekam nun durch Eure Hilfe einen Sozialschulplatz in der ersten Klasse.

Schüler
Esthelle, ein Waisenkind, das von Euch über die ganze Grundschulzeit einen Sozialplatz finanziert bekam, absolviert dieses Jahr ihren Grundschulabschluss.
Vielen Dank!

Artur

Dann gibt es aber auch Kinder wie Artur. Für ihn reichte es nicht aus, dass er einen sozialen Schulplatz zum Schuljahresbeginn bekommen hat. Immer wieder kam er nicht zum Unterricht, da er durch Arbeit in der Köhlerei versuchte, etwas Essbares zu bekommen. Euloge fand ihn des Öfteren in schlechter Gesellschaft – auch spät abends! Artur bekam den sozialen Schulplatz für dieses Schuljahr, da er von 2010 bis 2015 bei uns im F.N.E. (Heim Neue Hoffnung) im Jungenhaus lebte. Obwohl Artur kein Waisenkind ist, kam er aus einer schwierigen sozialen Situation. Als das Jungenhaus letztes Jahr geschlossen wurde, übernahm die Mutter wieder die Sorgepflicht.

Wir konnten seine Mutter in diesen Wochen nicht ausfindig machen. Kurz vor meiner Rückreise brachte dann ein Lebensgefährte der Mutter Artur mit der Bitte um Hilfe zur Missionsstation. Er bekam einen Platz im F.N.E. (Heim Neue Hoffnung) auf dem Missionsgelände, er teilt ein Zimmer mit Raoul. Wir betreuen seit unserer Rückkehr nach Deutschland 2013 nur noch 6 Mädchen im Mädchenhaus und Raoul, einen Vollwaisen, der seit 2009 im F.N.E. sein Zuhause hat. Betet für diese Kinder. Vielen Dank, dass sie dort weiterhin ihr Zuhause behalten können. Die Full Gospel Mission und Eure Unterstützung machen das möglich.

Artur
Dank Eurer Spenden konnte ich Artur unter besseren Voraussetzungen zurücklassen

Kind mit Oma

Bei meinen Besuchen in der Nachbarschaft hatte ich dieses ermutigende Erlebnis: Eine unserer Schülerinnen aus der 3. Klasse liest ihrer halbseitig gelähmten Urgroßmutter ein Traktat vor und sie übersetzt das darin enthaltene Gebet in die Stammessprache.

unterwegs

Ich wollte auch gern mit Pauline, der Schulleiterin, die Grundschule "Espoir" in Domiaka besuchen. Leider kamen wir aufgrund schwieriger Straßenverhältnisse erst so spät dort an, dass wir keine Schüler mehr antrafen. Diese Schule, bei einem Bakacamp in der Nähe des Dorfes Domiaka gelegen, begann 2001 als eine Alphabetisierungsgruppe und 2012/2013 wurde von Liebe in Aktion e.V. ein richtiges Schulgebäude errichtet. Es ist noch im Rohbau, aber Peter Schneider betreut den Weiterbau durch Liebe in Aktion.

Grundschule „Espoir“ in Domiaka

Inzwischen werden dort 146 Schüler von 3 Lehrern unterrichtet und zum Grundschulabschluss geführt. Die Kinder kommen bis zu 8 km zu Fuß zum Unterricht. Die Schule hat nach Überprüfung des Ministeriums nun seine staatliche Anerkennung bekommen. Vielen Dank für Eure finanzielle Unterstützung, die durch die christliche Schule Lörrach für dieses Schuljahr möglich wurde.

Zum Schluss möchte ich Euch noch ein Gebetsanliegen ans Herz legen: In diesem Schuljahr werden in den beiden Schulen "Espoir" 436 Kinder von 10 engagierten Lehrkräften, die alle JESUS lieben und die Vision der Schule teilen, unterrichtet. Betet bitte weiterhin dafür, dass wir immer gute Lehrer finden. Für das nächste Schuljahr brauchen wir 2 neue Lehrkräfte, da eine Lehrerin durch Hochzeit wegzieht und ein Lehrer eine weitere Ausbildung beginnt.

„Die Gnade unseres Herrn JESUS CHRISTUS und die Liebe GOTTES und die Gemeinschaft des HEILIGEN GEISTES sei mit euch allen!“ 2. Kor 13,13

Erika und Hans-Jürgen Klußmann