Reise Stefanie Osthof 2013

Blitzlichter einer Reise

Samstag 16. März
Die Koffer sind aufgegeben. Ich warte am Gate, bis ich endlich in das Flugzeug nach Kamerun steigen darf. Nun bin ich doch ganz schön aufgeregt! Wen werde ich alles wiedersehen? Was werde ich während der drei mir bevorstehenden Wochen in meiner alten Wahlheimat erleben? Ich spreche mit GOTT; bitte IHN um die nötige Gelassenheit und Seinen Frieden. Leise flüstert ER mir zu: „ICH bin bei dir. Die Reise ist vorbereitet. Hab keine Angst!”

Herzlicher Empfang in Batouri
Herzlicher Empfang in Batouri

Montag 18. März
In Kamerun angekommen, habe ich immer wieder das Gefühl, als ob ich nie weggewesen wäre. Schließlich ist mir alles noch so vertraut. Am Montag geht es dann von der Hauptstadt Yaounde Richtung Batouri. Nach einer recht angenehmen Reise – einige Straßen im Osten sind bereits geteert – kommen wir endlich dort an. Einen herzlichen Empfang bereitet mir meine Batouri–Familie. Ich freue mich riesig, all die bekannten Gesichter wiederzusehen und merke plötzlich, wie sie mir in den letzten zwei Jahren gefehlt haben!

Kurze Zeit später erklingt ein Lobpreislied im Wohnzimmer. Ich komme herüber und werde freudig von dem Kollegium der Grundschule bdquo;Espoir” empfangen. Manche neuen Gesichter sind dabei!

Besuch der Abschlussklasse
Steffi Osthof beim Besuch der Abschlussklasse

Mittwoch 20. März
Am Vormittag bin ich in der Schule. Ich besuche jede einzelne Klasse und halte die Morgenandacht bzw. mache ein Mathematikspiel mit ihnen. Am Abend stehen mehrere Schüler vor der Tür. Etliche von ihnen sind Halbwaisenkinder. Sie saugen die Liebe, die man ihnen entgegenbringt, auf. Ich lese mit ihnen ein Buch und frage mich, was aus ihnen wohl werden wird? Haben sie bereits verstanden, dass GOTT ihr liebender Vater ist oder werden sie die Liebe bei einem jungen Mann bzw. einer jungen Frau bereits in wenigen Jahren suchen? Immer wieder kommen Freunde und Bekannte vorbei, um mich willkommen zu heißen. Das kamerunische Volk ist sehr herzlich, und ich genieße die Zeit mit den verschiedenen Leuten.

Freitag 22. März
Heute findet die große Zeugnisübergabe statt. Alle Schülerinnen und Schüler – es sind mittlerweile 264! – sowie die Eltern und Lehrer kommen zusammen und die Kinder führen ihre einstudierten Tänze, Theaterstücke, Lieder, Spiele … vor. Die Schule ist gewachsen: an Zahl sowie an Reife. Was früher Première war, ist heute schon fast Routine. Ich bin stolz auf das Kollegium: sie arbeiten gemeinsam für GOTT und für eine gute Bildung! Pauline macht ihre Arbeit als Schulleiterin echt gut – es ist ein Geschenk, sie als Schulleiterin zu haben.

Das Lehrerteam
Das Lehrerteam mit Hans–Jürgen und Erika Klußmann

Samstag 06. April
Die Tage sind wie im Flug vergangen. Ich sitze bereits wieder bei mir im Wohnzimmer und bin begeistert von GOTT. Immer wieder hat ER mich überrascht: Sei es durch eine Predigt im Gottesdienst, das Gebet einer Freundin, die Liebe mancher Kameruner zu ihrem GOTT, Bibelverse, die mir zum richtigen Zeitpunkt bewusst wurden … Und am Ende dieser Reise komme ich zu dem Schluss: Ja, GOTT ist ein GOTT, der Seine Kinder gerne beschenkt! Und GOTT ist ein GOTT, der Seine Versprechen hält: die Reise war bis ins Kleinste vorbereitet!

Stefanie Osthof

NS: Die Freude in Batouri und der Grundschule „Espoir” ist groß: Alle Schüler der Abschlussklasse haben den Grundschulabschluss bestanden! Das ist wirklich etwas Besonderes und in fast keiner Schule üblich. Wir sind dankbar, dass GOTT uns diese Gnade schenkt.

Die zwei wichtigsten Ziele der Schule bestehen darin, den Schülern eine gute Grundbildung zu geben und sie zu einem lebendigen Glauben an JESUS zu führen. Das erste Ziel durften wir für diese erste Klasse erreichen. Möge der Same, der all die Jahre gesät wurde, aufgehen, sodass wir im Himmel sehen dürfen, dass auch Ziel Nummer zwei erreicht wurde!