VMF in Spanien - Bericht über Informationsreise 2014

Seit mehr als zwei Jahrzehnten hat die VMF eine Arbeit in Spanien. Nachdem in den vergangenen Jahren immer wieder einmal Missionsfreunde aus den Reihen der VMF zu verschiedenen Anlässen und Einsätzen nach Spanien gefahren sind, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin zu einer Stippvisite nach Barbate gegangen. Der konkrete Anlass dazu war eine Anfrage der Gemeinde „El Arca“ (der Arche) in Barbate, ob und wie die VMF sie in Zukunft unterstützen könnte. Wie es vielen bekannt sein dürfte, wurde die Gemeinde dort seit über zwanzig Jahren von unserem ehemaligen Missionar Robert Schemmel betreut. Im vergangenen Jahr kam es zu einer Trennung von Gemeinde und Pastor. Die Gemeinde ist seitdem ohne Pastor und wird von den Ältesten geleitet.

Barbate ist ein schönes Städtchen ganz im Süden von Spanien an der Costa de la Luz, das heute stark vom spanischen Tourismus lebt. Im Juli und August ist Barbate deshalb ein typischer spanischer Badeort. In den restlichen Monaten ist es eher ruhig. Der Ort ist in einer Bucht am Atlantik gelegen und hat ein sehr angenehmes maritimes Klima. Lange Zeit lebten viele Bewohner vom Thunfischfang. Da dieser stark zurückgegangen ist, ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch. Der Ort ist umgeben von wunderschönen Pinienwäldern und einem Naturschutzgebiet. Gibraltar liegt „um die Ecke“. Entsprechend gibt es felsige Buchten in der Umgebung.

Noch am Anreisetag traf ich mich mit Robert Schemmel zu einem freundschaftlichen Gespräch. Er sagt, es gehe ihnen gut und ihre Lebensumstände wirken sehr stabil. Abends war dann ein Gespräch mit der Ältestenschaft der Gemeinde in den Räumen der „Arche“. Dabei schilderten die Ältesten die Situation der Gemeinde. Aufgrund von Roberts Lehre fühlen sie sich eng verbunden mit der VMF und würden nun gerne wissen, ob die VMF weiter mit ihnen verbunden sein möchte, wo Robert nicht mehr Pastor ist.

Am nächsten Morgen gab es ein gemeinsames Frühstück mit einigen Gemeindemitgliedern in einem Strandcafé. Dazu kam auch unser Missionar Ian Hardy angereist. Somit hatte ich auch die Gelegenheit, mit Ian die Lage zu besprechen.

Abendessen beim Gemeindeleiter
Abendessen beim Gemeindeleiter (2. v. r.), Silvana in der Mitte mit ihrer Tochter

Ian wohnt leider zu weit entfernt, um die Gemeinde regelmäßig zu besuchen und zu betreuen. Außerdem ist er durch seine eigene Arbeit, die eher die Orte seiner näheren Umgebung betrifft und dort die evangelistischen Einsätze und Betreuung zur Bildung von Kleingruppen beinhaltet, sowie die besondere Familiensituation zu stark beschäftigt.

Am Strand

Am Nachmittag traf ich mich nochmals mit Robert und Ruth Schemmel. Ein längerer Austausch endete mit den besten Wünschen für die weiteren Lebenswege, aber ohne Ergebnis für die Gemeinde in Barbate.

Am Abend feierten wir dann in der Gemeinde „El Arca“ einen Gottesdienst mit anschließendem Essen. Bei dem geselligen Beisammensein bezeugten mir mehrere Geschwister, wie wertvoll und wichtig die Hilfe für sie durch unsere damalige Missionarin Silvana Blanco-Mazzeo war. Sie wünschten sehr, dass sie ihre Arbeit fortsetzen könne.Am folgenden Morgen hatte ich auch noch ein längeres Gespräch mit Silvana. Sie wolle erst einmal weitermachen mit ihrem Dienst, bei dem sie im persönlichen Gespräch mit Frauen versucht, diesen GOTT näher zu bringen und sie, wenn möglich, zur Errettung durch JESUS zu führen. Dann war es auch schon wieder Zeit für den Rückflug und ich war voll mit Eindrücken am Ende einer sehr ausgefüllten Zeit mit vielen bewegenden Begegnungen mit lieben Geschwistern. In den Gesprächen wurden verschiedene Möglichkeiten der Unterstützung der Gemeinde in Barbate gefunden. Gruppen aus der VMF könnten zu evangelistischen Einsätzen nach Barbate kommen. Dienste durch Prediger aus der VMF sind denkbar. In der Gemeinde ist ein Ehepaar mit Erfahrung im christlichen Rundfunk und Fernsehen. Sie erwägen, ein solches Programm in Barbate zu starten. Auch dabei könnten wir helfen. Selbst Spanienurlaube mit geschwisterlicher Gemeinschaft bieten sich an. Barbate ist wie gesagt wunderschön gelegen in einer Bucht des Atlantiks mit Blick auf Nordafrika. Und wir haben dort ganz herzliche, liebe Geschwister, eine Gemeinde mit ähnlicher Prägung wie unsere VMF-Gemeinden.

Nun ist es an uns, zu beten und uns zeigen zu lassen, was GOTT vorhat und ob und wie wir den Geschwistern dort helfen können.

Bernd Vogt, Missionsvorsteher