VMF-Seniorenfreizeit in Neustadt-Lachen

vom 18.-26.08.2010

Gruppenfoto

„Da uns eine solche Wolke von Zeugen umgibt, wollen auch wir alle Last und die Fesseln der Sünde abwerfen. Lasst uns mit Ausdauer in dem Wettkampf laufen, der uns aufgetragen ist.“

Mit Hebr 12,1 eröffnete Peter Schmidt die Senioren-Freizeit 2010. Wir hörten von dem Kampf, den wir bestehen müssen, den Prüfungen, denen wir unterworfen sind, aber auch von dem Dank in unseren Herzen wegen der vor uns liegenden Freude. Um es vorwegzusagen: Die Senioren-Freizeit 2010 war nach meinem Empfinden sehr gesegnet. Ich selbst kam geistlich entkräftet angereist und wurde wunderbar aufgerichtet und ermutigt. Wir waren 44 Personen und durften uns wegen des schönen Wetters an allem erfreuen, was das Mutterhaus Lachen zu bieten hat. Dazu gehören der kostenlose Fahrradverleih, ein großer, schöner Park mit Oasen, das Schwimmbad, Ausflüge an die deutsche Weinstraße und nicht zuletzt die gute Verköstigung. Im Folgenden möchte ich einige Punkte besonders erwähnen.

1) Musik
Paul und Rainhild Schlosser aus Freiburg sowie Elisabeth Kim aus Süd-Korea bildeten ein harmonisches Trio mit Violine, Cello und Klavier. Sie umrahmten unsere Versammlungen, sodass wir rasch und tief in die Gegenwart GOTTES hineingezogen wurden. Elisabeth Kim war die einzige Teilnehmerin unter 30 und fühlte sich offensichtlich unter den Senioren wohl. Beim gemeinsamen Singen war auch eine "Zweitstimme" zu vernehmen. Sie kam von Micha, der wegen seiner Behinderung die rechte Tonlage verfehlte, aber zur Freude des Heilandes und der Engel kräftig mitsang Helmut Kissel hatte dagegen die richtige Tonlage und verwandelte mit seiner schönen Singstimme unser Trio gelegentlich in ein Quartett.

2) Prophetisches Reden
Der HERR offenbarte sich auch durch prophetische Worte, die in vier Fällen durch Zunge und Auslegung an uns weitergegeben wurden. Hierbei redete der GEIST freundlich und ermutigend in Bezug auf die besonderen Nöte und Ängste von Senioren.

3) Zeugnisse
Hilly de Jong erzählte uns vom Heimgang ihres Mannes Jan. Hilly und Sohn Hans saßen am Sterbebett und die drei hielten sich an den Händen. Auf einmal hob Jan seine Hände hoch und schaute mit strahlenden Augen nach oben, wo er einen Blick in die Herrlichkeit tun durfte. Wenig später ging er heim.

Ida Wollny berichtete uns von heftigen Schmerzen im Hüftbereich. Am Vorabend bat sie eine andere Freizeitteilnehmerin um Gebet, und nach dem Gebet waren die Schmerzen verschwunden.

4) Vorstellung des Gideonbundes
Helmut Kissel aus Bad Herrenalb war mit mancherlei Unterlagen angereist, um uns mit der Arbeit des „Internationalen Gideonbundes“ vertraut zu machen. Hierzu las er auch bewegende Zeugnisse vor von Menschen, die durch das Lesen eines Gideon-Nts zum Glauben kamen. Elli Ritter unterstrich anschließend die Wichtigkeit des Gebets der Gideonfrauen für die Arbeit des Bundes.

5) Jubelpaare
Am 25.08. durften wir zwei Jubelpaare in unserer Mitte beglückwünschen. Horst und Christhilde Pfeil feierten den 49. Hochzeitstag; Helmut und Lieselotte Kissel feierten ihren 45. Dazu wurde ihnen der Psalm 103 vorgetragen.

6) Missionsbeitrag
Unser Japanmissionar Ewald Krautwurst berichtete über die aktuelle Situation auf dem japanischen Missionsfeld. Laut Umfrage bezeichnen sich inzwischen 3,6% der Japaner als Christen, aber nur 1,6% besuchen eine Gemeinde. Anschließend diente Ewald uns mit einem Wort über die Herrlichkeit GOTTES, die man nur sehen kann durch Glauben, Geduld und Opferbereitschaft.

7) Verkündigung
Natürlich war die Wortbetrachtung das Herzstück der Freizeit. Die Hauptlast trugen Paul Schlosser und Peter Schmidt. Es war erstaunlich, wie der HEILIGE GEIST die einzelnen Dienste zu einer geistigen Einheit verschmolz.

Paul Schlosser hatte sich den Kolosserbrief mit folgenden Themen vorgenommen:
a) Grüßen: Grüßen ist ein Türöffner zum Herzen des anderen

b) Gebet in der Gemeinde: Haltet an im Gebet und seid dabei wachsam mit Danksagung

c) JESU Größe und Sein Werk: ER ist das Bild des unsichtbaren GOTTES

d) Leiden: Ursprung des Leidens; Charakter des Leidens; Überwindung des Leidens und Leiden in der Gemeinde JESU

e) Vorsicht: Irrlehren
Zum Schutz dienen: Liebe zu JESUS, zur Wahrheit, zum Wort GOTTES und "prüft die Geister"

f) In CHRISTUS leben, aber wie?
Im Kampf zwischen Geist und Fleisch soll der Geist siegen und herrschen und unser Denken und Tun erneuern.

Peter Schmidt wählte das Thema: JESU Umgang mit den Menschen Seiner Zeit - dargestellt an:
a) Martha und Maria
b) JESU Salbung durch die Sünderin.

Mit Zeugnissen aus seinem Leben zeigte Peter, dass auch er diesen besonderen Umgang JESU mit den Menschen erfahren hat und dass es ihn verändert hat.

8) Gottesdienst im Mutterhaus
Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst der Diakonissen und ihrer Gemeinschaft.

9) Konzert
Für Sonntagabend luden unsere Musiker zu einem Konzert ein. Wir hörten professionelle Darbietungen aus den Werken von Bach, Mendelssohn Bartholdy, Mozart und anderen.

10) Ende der Freizeit
Zum Abschluss spielte unsere junge Pianistin das Klavierstück "Abschied" von Schumann. Die Verabschiedung war herzlich und nicht ohne Tränen.

Die Spende für die Mission betrug über 1.200 Euro.

Es lebe die Senioren-Freizeit!

Dieter Schön