Seniorenfreizeit in Lachen

17.08.-24.08.2012

Gruppenfoto

  • Siehst du das Haupt, das die Dornenkrone trägt – für dich, damit deine Gedanken gefangen sind in Meinen Gedanken.
  • Siehst du die Nägel in Meinen Händen, damit deine Hände Werke des Friedens tun.
  • Siehst du die Nägel in Meinen Füßen, damit du auf den Weg gehst.
  • ICH habe für dich gelitten, damit du gerettet wirst.

Von Holland bis zur Schweizer Grenze kamen die 58 Teilnehmer zur Seniorenfreizeit. Peter Schmidt hatte für dieses Jahr wieder das bewährte Diakonissen–Mutterhaus in Neustadt–Lachen ausgewählt.
Dazu gehört ein großer und gepflegter Park mit vielen Oasen der Ruhe und schattigen Plätzen. Hier kam es zu manchen guten Gesprächen und Gebeten. Schwimmbadbenutzung und Fahrradverleih waren im Preis enthalten. An dem Busausflug in den Schwetzinger Schlossgarten konnten wegen der großen Hitze nicht alle teilnehmen.
Schwester Esther eröffnete unser gemeinsames Frühstück meistens mit einer lustigen Rabbinergeschichte mit geistlichem Tiefgang. Morgens um 10 Uhr und abends um 19:30 Uhr versammelten wir uns zur geistlichen Zurüstung. Viele suchten eine neue Berührung JESU. Das zeigte sich auch in der eifrigen Beteiligung an den Gebeten, die sich vorwiegend dankbar mit dem gekreuzigten und auferstandenen Heiland beschäftigten. So wurde die Tür für mancherlei Fürbitten geöffnet. In den Gebetszeiten offenbarte sich der HERR durch Zungenreden mit Auslegung. Unser Lobpreisteam leitete den Gesang mit Klavier, Cello und zwei Violinen, was zum geistlichen Tiefgang erheblich beitrug.

Als Hauptredner standen uns Hans Jörg Zimmermann und Johannes Rath zur Verfügung. Letzterer leitet die Freie Christengemeinde e.V., Schömberg.

Hans Jörg stellte uns die Glaubenshelden aus Hebräer 11 vor Augen. Für sie war Glaube ein "fest für wahr halten von Dingen, die man nicht sieht". Dem stellte Hans Jörg den heutigen Glaubensbegriff gegenüber, nämlich: "Ich glaube" bedeutet: "Es könnte möglich sein". Die Hure Rahab z.B. hörte vom GOTT Israels, der das Rote Meer teilte. Sie glaubte an diesen GOTT so stark, dass sie unter Lebensgefahr die Kundschafter versteckte und so ihr eigenes Leben und das ihrer Familie rettete.

Johannes Rath begann seine Verkündigung mit seinem persönlichen Bekehrungszeugnis, dem es nicht an Dramatik fehlte. Als Nächstes sprach er über Segens– und Fluchlinien gemäß dem Wort: "Was der Mensch sät, dass wird er ernten." Dies verdeutlichte Johannes an der Nachkommenschaft des Gottesfeindes Max Jules und des Gottesfreundes Jonathan Edwards. Jules hatte nur "negative" Nachkommen: Versager, Alkoholiker, Kriminelle und Gebundene. Edwards dagegen hatte nur "positive" Nachkommen; darunter Professoren, Wohltäter, ein stellvertretender Präsident der Vereinigten Staaten und ein Universitätsrektor. Biblische Beispiele zeigen aber, dass es auch ein Ausbrechen aus einer Fluchlinie gibt.

Am Montagabend sprach Johannes Rath über das Älterwerden als einer Chance zur Veränderung für Zeit und Ewigkeit. Es ist gut, im Alter über sein Leben nachzudenken und dabei Prediger 12 zu lesen. Dabei sollen wir den Blick auf den Himmel richten, um nicht träge oder verzagt zu werden. Deshalb erhielt auch der alte Abraham den göttlichen Auftrag: Geh hinaus aus deinem Zelt und zähl die Sterne! (Es bleibt bei MEINER Verheißung, dass deine Nachkommen zahlreich werden.)

Am Dienstag behandelten wir das Thema Vergebung.

Wir sollen vergeben und uns versöhnen, wie GOTT es tut.
Was beinhaltet Vergebung?

  1. Ich setze mich in Bewegung, ich eile und suche Versöhnung und Frieden mit GOTT und Menschen.
  2. Ich strebe nach Erleichterung, Ruhe, Entspannung, Linderung und Erholung, was meine Gesundheit positiv beeinflusst.
  3. Ich entlasse meinen Schuldner, indem ich ihn loslasse von meinen Forderungen. So wird er mir nicht zur Last und zur Ursache psychischer Leiden.
  4. Ich darf Gefühle des Schmerzes und der Freude zeigen, einen Schrei ausstoßen und weinen. Interessant dabei: Tränen scheiden Giftstoffe aus dem Körper aus.

Johannes unterscheidet 4 Arten von Vergebung im NT und vergleicht sie mit den 4 Jahreszeiten. Die vollkommenste Form der Vergebung (Sommer) ist die Versöhnung. Dahin muss es aber nicht immer kommen, wenn der andere uneinsichtig ist und ich ihm keine Vergebung zusprechen kann, obwohl ich ihm von Herzen vergeben habe.

Am Mittwochmorgen beschäftigten uns die 10 Jungfrauen, von denen 5 klug und 5 töricht waren. Die Törichten hatten kein zusätzliches öl für ihre Lampen. Dies ist verständlich, denn töricht bedeutet: "Dumm, kurzsichtig und oberflächlich in der Einstellung zu göttlichen Dingen". Z.B. sagte Samuel zu Saul: “Du hast töricht gehandelt.” (1 Sam 13,13) Die Ausführungen von Johannes Rath hatten eine besondere Tiefenwirkung durch die zahlreichen Beispiele aus seiner Seelsorge und seinem eigenen Leben.

Mehrere Brüder aus unseren Reihen waren herausgefordert, einen Wortdienst zu tun als Einleitung für die Lobpreiszeit und die Predigt. Dadurch wurde die Verkündigung vielfältig bereichert.

Am Sonntag nahmen wir am Gottesdienst der Diakonissen teil. Deren Lobpreisteam durften wir uns anschließen und mit dem Senioren–Gesamtchor singen: „Lobe den HERRN, meine Seele…” Schwester Renate predigte über das Thema: Kann ich vor GOTT bestehen? (Gesetz und Gnade)

Am Mittwochabend gestalteten unsere Musiker einen öffentlichen musikalischen Abend. Sie spielten Musikstücke für Cello und Violine aus der Barockzeit.

Der Donnerstagabend war Abschluss und Höhepunkt mit dem Abendmahl. Die Gegenwart des HEILIGEN GEISTES bewirkte, dass auch für Kranke unter Handauflegung und mit Zuspruch des GEISTES gebetet wurde.

Der Aufbruch am Freitagmorgen war nicht hektisch. Jeder nahm sich Zeit, um sich von jedem zu verabschieden in der Vorfreude auf die nächste Freizeit.

Für die Organisation und Leitung dieser Freizeit möchten wir Peter und Gerda Schmidt herzlich danken: “Eure Mühe wird nicht ohne Frucht bleiben.”

Dieter und Rita Schön