20 Jahre Gemeinde Niiza Shi (Japan)

Niiza Shi, 03.12.2012

Ewald Krautwurst

Liebe Geschwister, liebe Missionsfreunde,

wieder neigt sich ein Jahr seinem Ende zu und das freudige Ereignis von Weihnachten bewegt und belebt unsere Herzen aufs Neue. Ja, so geht es mir jedenfalls, diese vorweihnachtliche Zeit birgt in sich eine besondere Kraft, eine Ausstrahlung von Ruhe und Frieden, aber auch von Glauben und Zuversicht für das vor uns liegende neue Jahr.

Ganz unangemeldet kommt aber auch das Gefühl auf, Rückschau halten zu müssen, aber vielleicht sollte ich besser sagen "zu dürfen". Ja, wie war es, das Jahr 2012, haben sich meine und ich bin sicher auch Eure Erwartungen für das Land Japan erfüllt? Wir sind da ja "eins" in diesem geistlichen Kampf. Ich weiß, da bin ich nicht der einzige Missionar in Japan, der trotz allem Guten, was GOTT in diesem Jahr getan und gewirkt hat, auch mit Wehmut zurückblickt. Ohne Zweifel gehen die Gebete vieler Christen im In– und Ausland für eine geistliche Erweckung in diesem Land unvermindert weiter. Aber auch GOTTES Verheißungen diesbezüglich bleiben bestehen: “ ...und es sollen Ihn anbeten alle Inseln der Heiden...” Zef 2,11

Mitglieder der Gemeinde Niiza

Der Weinberg in Japan, in dem mich GOTT nun seit vielen Jahren hat wirken lassen, war auch in diesem Jahr wieder die Stadt Niiza Shi mit etwa 140.000 Einwohnern, außerhalb von Tokio, im Land Saitama. Hier durften wir vor 20 Jahren die Gemeinde "New Life Chapel" gründen und dadurch im Sept. diesen Jahres auch das 20–jährige Bestehen feiern. Im Rückblick ohne Zweifel für alle Geschwister das freudigste Ereignis, verbunden mit Dank an GOTT für Sein Hindurchtragen und auch an Euch, Ihr lieben Missionsfreunde, die Ihr ja durch treue Gebetsunterstützung und großzügiges Geben Mitverantwortung für diese Arbeit übernommen habt.

Gerne würde ich an dieser Stelle von so manchen besonderen Stunden erlebten Segens GOTTES berichten, was aber wohl den Rahmen sprengen würde. GOTT selber hat uns aber durch eine Art Vision erkennen lassen, wie diese 20 Jahre von Seiner Warte aussehen. Es war ein Bild von einer sprudelnden Quelle kristallklaren Wassers, welches sich ununterbrochen und in kraftvoller Weise in und aus der Gemeinde ergoss. So, als würde es durch ein Tal hinunterfließen. In diesem Strom waren viele fröhliche Menschen zu erkennen. Die einen tummelten sich bis zum Hals im Wasser, andere bis zur Gürtellinie und wieder andere standen bis zu den Knien oder Knöcheln in diesem Strom. Die Auslegung fiel uns nicht schwer. Alle diese Menschen hatten in irgendeiner Form GOTTES Segen empfangen. Die einen machten ganze Sache mit dem HERRN, ließen sich taufen und sind heute gesegnete Gotteskinder. ... Andere erfuhren wohl in besonderer Weise GOTTES Hilfe und wieder andere kamen vielleicht durch ein Traktat, durch ein Buch oder auch durch die Teilnahme an den Englisch– und Deutschklassen GOTT ein Stück weit näher. Es bedarf keiner Erklärung durch Worte, wie sehr wir alle dadurch ermutigt wurden. Damit das auch bei Euch, Ihr lieben Missionsgeschwister, so sein möchte, hielt ich es für gut, dieses Bild mit in den Bericht hineinzunehmen.

Gemeinde Niiza

Möchte der ausgestreute Samen in den Herzen noch weiter zur Entfaltung kommen. In Verbindung mit den Feierlichkeiten hatten wir im November noch einen gut besuchten "Deutschen Abend", eine Art Konzert, in dem auch Chihoko Kostner mitwirkte sowie mit einer evangelistischen Botschaft. Mit zu den Ereignissen dieses Jahres zählt auch noch die Einsegnung von Yasunori Kato als neuem japanischen Pastor – ebenfalls Anfang November.

Mit diesem kurzen Überblick möchte ich mich meinen japanischen Geschwistern anschließen, die Euch mit dankbarem Herzen ein gesegnetes neues Jahr wünschen.
In herzlicher Verbundenheit

Ewald Krautwurst