Kamerun

Flagge Kamerun

gilt als eines der vielseitigsten Länder Afrikas und wird als "Afrika im Kleinen" betitelt. 1884 wurde Kamerun deutsche Kolonie. Nach Ende des Ersten Weltkriegs ging Kamerun dann offiziell an Großbritannien und Frankreich, bis es 1960/61 die Unabhängigkeit erlangte.
Auf einer Fläche von 475.442 km² (Deutschland: 357.111,91 km²) leben etwa 19 Millionen Kameruner, die sich in 286 ethnische Gruppen untergliedern lassen. Die Anzahl der gesprochenen Sprachen ist kaum überschaubar. Als Amtssprache werden Französisch (Norden und Osten) und Englisch (Südwesten) gebraucht.

Vor allem die großen Städte des Landes, Duala und Yaoundé (Hauptstadt), ziehen die junge Bevölkerung an. Menschenarm sind besonders die Mitte des Landes und der tropische Südosten. Das durchschnittliche Jahreseinkommen pro Einwohner beträgt ca. 780 Euro.

Bei einer stark wachsenden Bevölkerung sind besonders Kindersterblichkeit, HIV und Bildung zentrale Themen. So stirbt eine von hundert Müttern bei der Entbindung und fast jedes zehnte Kind erlebt den ersten Geburtstag nicht. Etwa jeder 17. Erwachsene ist mit HIV infiziert. Trotz Schulpflicht und kostenlosem Primarschulbesuch sind 25 Prozent der Menschen Analphabeten.

In Kamerun werden rund 50% der Bevölkerung dem christlichen Glauben zugeordnet. Besonders im Norden des Landes dominiert jedoch der Islam.