Frauenwochenende in Braunfels vom 29.3. bis 31.3.2019

vor Burg Braunfels

Unsere Anreise aus dem Nord-Schwarzwald war diesmal verkehrsbedingt sehr zeitintensiv, doch die Zeit im Auto haben wir sinnvoll mit Gesprächen und viel Spaß gefüllt. Wir sind ja Frauen, die Zeit nie als Langeweile empfinden, sondern diese sinnvoll durch Gespräche ausfüllen können.

Bei der Ankunft bezogen wir unsere Zimmer und als alle eingetroffen waren, gab es ein großes liebevolles Hallo. Eine Dankbarkeit, sich wieder zu sehen. Es ist doch erstaunlich, ich bin nun das dritte Mal dabei und habe das Gefühl, schon ewig dabei zu sein. Wie schnell man doch zusammenwachsen kann! Das Gefühl der Verbundenheit und Herzlichkeit. Wir sind eine Familie und es ist immer traurig, nicht jedes Mal alle wiedersehen zu können.

An diesem Wochenende beschäftigten wir uns mit dem Thema Trümmer des Alltags. Ein herausforderndes Thema.
Jeder hat Trümmer des Alltags und diese können aber auch zum Segen sein. Denn Trümmer bedeuten nicht immer etwas Negatives. Trümmer können eine Hilfe für eine Umorientierung sein. Sicherlich sind viele Trümmer schmerzhaft, selbst meine Trümmer der Vergangenheit waren für mich äußerst schmerzhaft. Ich möchte diese auch kein zweites Mal durchleben.
Rückblickend sind mir die Trümmer aber zum Segen geworden. Ohne diese Trümmer wäre ich nicht der Mensch, der ich heute bin. Ich könnte dadurch ein Mensch voller Hass sein, doch ich danke meinem Schöpfer, dass er mich dadurch zu einem starken Menschen geformt hat. Ein Mensch, der gelernt hat, Trümmer zu schätzen. Viele denken, welcher Mensch kann Trümmer schätzen, vor allem diese heftigen Trümmer? Ich hätte allen Grund dazu, alle Menschen, die mir physische und psychische Gewalt angetan haben, zu hassen. Aber nein, ich muss ehrlich zugeben, dass ich statt zu hassen, die Schmerzen, die mir andere zugefügt haben, an Gott abgeben kann und das Richten IHM überlasse. Mir steht das Richten nicht zu, sondern nur allein meinem Gott. Ich habe Gott gebeten, mich von den Qualen der Trümmer zu befreien und er schenkte mir die Freiheit. Heute kann ich anderen Menschen, die Trümmer erfahren, eine gute Hilfe bei der Bewältigung der Trümmer sein. Kintsugi ist eine von langer Tradition geprägte japanische Methode, zerbrochene Keramik zu reparieren. Das Besondere: Kintsugi versucht nicht, die augenscheinlichen Makel der Reparatur zu verbergen, vielmehr stellt es diese durch die Verwendung von Gold– oder Silberpigmenten im Lack in den Vordergrund – und schafft so eine völlig neue Schönheit und Wertschätzung des ursprünglichen Objekts.

Personen in der Bibel hatten in ihrem Leben auch mit Trümmern im Alltag zu kämpfen. Diese Trümmer konnten eine Veränderung im Leben bewirken und somit zum Segen für einen selbst und für andere Menschen werden.

Besonders erfrischend waren die Anbetungslieder. Dabei spürte ich das Aufatmen des Herzens. Die innere und enge Beziehung zu Jesus gab mir Frieden ins Herz.

Abends in geselliger Runde, bei Knabbereien und allerlei Schleckereien wurden Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht.
Die Zimmer luden zum nötigen Schönheitsschlaf ein und das Haus verwöhnte uns mit reichhaltigem Frühstück, Mittag– und Abendessen.

Margret Meier, Pastorin i.R. hat uns am Samstag einen wundervollen Einblick in die Arbeit der Himmelsperlen international e.V. gegeben. Wer hier ein Herz für die Unterstützung hat, ist sehr herzlich eingeladen, sich auf der Webseite einzulesen und mitzuhelfen.
Unseren freien Nachmittag genossen wir in der herrlichen Natur, bei wundervollem sonnigem Wetter. Mehrere Gruppen wanderten zur Burg und trafen sich im „besten Kaffee Deutschlands“ zur geselligen Runde.

Wie immer war der Abschied sehr schmerzhaft… der nächste Termin vom Frauenwochenende steht schon fest im Kalender!
So Gott will, freue ich mich riesig über ein Wiedersehn mit meinen Lieben!

Es grüßt euch herzlichst,

Xenia Kübler, Missionsgemeinde Pfalzgrafenweiler