VMF–Frühjahrs–Konferenz in Schaafheim

Jung und Alt

Wie jedes Jahr stand Schaafheim auch diesmal am 7. April in freudiger, wie auch in gespannter Erwartung der VMF–Frühjahrs–Konferenz. Denn es gab nicht nur wieder einige Berichte und das übliche Programm mit gutem Essen zu erwarten, sondern auch noch eine Predigt von Gastprediger Samuel Schneider zu hören. Zudem wurde der neu gewählte Vorstand vorgestellt.

So sammelte sich die VMF in der Kulturhalle im Ortszentrum zu diesem herbeigesehnten Ereignis. Auch wir von der Jugend, die zum Großteil schon ein sehr schönes Wochenende zuvor miteinander verbracht hatten, ließen es uns nicht nehmen, hieran teilzuhaben.

Schon vor der Halle kam die gute Laune auf und alte Freunde reichten sich die Hand. Nachdem nun genügend Hände geschüttelt und Komplimente verteilt wurden, fand man sich in einer zumeist willkürlich gewählten Stuhlreihe wieder und suchte unter dem Klang der freundlichen Worte des Schaafheimer Pastors Michael Epah nach dem Platz, den man in den folgenden Stunden nun nicht mehr so schnell verlassen würde.

Bernd Vogt

Eingeleitet wurde die Veranstaltung von dem herzlichen Gesangschor unserer rumänischen Geschwister, die auch dieses Jahr extra die Reise von Herborn-Seebach auf sich genommen hatten, um den Zusammenhalt zu stärken und ihre lang erprobten Leistungen, für die sich auch viele Jüngere begeistert haben, bei uns aufzuführen. Nach dieser musikalischen Einstimmung betrat der ehemalige Vorsitzende der VMF, Bernd Vogt, die Bühne, hieß alle Anwesenden willkommen und bat den neu gewählten Vorstand komplett auf die Bühne. Darunter Simon Osthof, den neuen Missionsvorsteher, Harald Mischler, den stellvertretenden Vorstandsvorsteher und Schriftführer, der Klaus Siffringer ablöst, wie auch Friedhilde Epah, welche uns weiterhin als Kassenführerin der VMF erhalten bleiben durfte.

Simon richtete im Anschluss ebenfalls einige Worte des Dankes an die Gemeinschaft, nahm daraufhin Stellung zu den aktuellen Veränderungen und legte in einem Gebet alle vergangenen Geschehnisse wie auch die Zukunft der Vereinigten Missionsfreunde in GOTTES Hand. Als er das Wort an Samuel Schneider übergab, begann dieser seinen Dienst voller Elan, Freude und Charme, sodass er die Lacher wie auch die gute Gesinnung der Anwesenden schnell auf seine Seite brachte, bevor er ihnen seine starke Botschaft, die einiges an Gesprächspotential beinhaltete, darlegte.

Samuel Schneider

Samuel (Sammy) sprach mit viel Liebe das Thema Veränderung in der Gemeinde an, welches bereits im Vorfeld immer wieder für Gesprächsstoff gesorgt hatte. Hierbei ermutigte er die Geschwister, zu versuchen, die Sichtweise des jeweils anderen zu verstehen und daran zu arbeiten, einen gemeinsamen Kompromiss zu finden, der vor allem im Sinne des Auftrags, Menschen für JESUS zu gewinnen, sein solle. Er verglich die Gemeinde JESU mit einer Familie, bei der jeder Christ verschiedene Reifestadien, von der Mutterbrust über den Babyhocker bis hin zum Eltern- und Großelternsein, durchlebt und dabei verschiedene Bedürfnisse wie auch verschiedene Verantwortungen trägt. Die Hauptaufgabe der Gemeinde sei es, unerfahrenen Christen zur Seite zu stehen und sie im Glauben voranzubringen, ohne dabei die Bedürfnisse der älteren Generationen aus dem Auge zu verlieren. Daneben gelte es, Menschen zu JESUS zu bringen, ihnen dabei auf Augenhöhe zu begegnen und ihre Sprache zu sprechen. Nach dem Beispiel der Gründungsgeschichte der Heilsarmee sollen auch Menschen der heutigen Zeit sich in den Gemeinden wiederfinden können, wobei moderne Musik und Lichttechnik hierzu dienen können, diese aber letztlich nicht selbst Menschen zum Glauben bringen, sondern nur GOTT allein.

Diese Predigt traf besonders bei der jungen Generation auf positive Resonanz und war so umfangreich, dass sie in zwei Teile geteilt werden musste. In der dazwischen liegenden Pause konnte man sich, wie jedes Jahr, an dem Essen erfreuen, was unsere Geschwister in ihrem Dienst mit viel Liebe zubereitet hatten.

Nach dem zweiten Teil der Andacht war ein gemeinsamer Lobpreis und der Auftritt des Chors aus Schaafheim Teil des Programms, in dem wir als Gemeinschaft in Einheit vor GOTT treten durften. Im Anschluss daran hörten wir noch einige Berichte aus der Mission, beispielsweise aus Magdeburg, Madagaskar und Brasilien und durften von GOTTES Wirken in all diesen verschiedenen Teilen der Welt erfahren, was definitiv eine Ermutigung war.

Den Abschluss machte Simon Osthof und betete zum Ende, bevor man sich schweren Herzens von seinen guten Freunden verabschiedete und die Heimreise antrat. Hierbei war ich von all dem, was ich gehört habe, auch nicht der Einzige, der sich dabei dachte: „Was für ein gesegneter Sonntag!”

Job John