VMF-Frühjahrskonferenz Nord am 10.04.2011

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Dieses Motto der VMF–Frühjahrs–Konferenz (Nord) in Dillenburg–Frohnhausen am 10.04.2011 ist eine Aussage, die JESUS jedem Seiner Nachfolger ans Herz legt. Wer kennt nicht den Vers aus Mt 6,33: “Trachtet zuerst nach dem Reiche GOTTES und nach Seiner Gerechtigkeit, dann wird euch all das andere zufallen.”

Schon bei der Ankunft begrüßten bunte Fahnen von VMF–Missionsländern und ein von der Gemeinde entwickeltes Plakat mit "JESUS 1st" in vielen Sprachen die rund 250 Teilnehmer dieser Konferenz. Lieder des Lobpreisteams und ein Anspiel der Jugend griffen das Motto des Tages auf, ebenso der Frohnhäuser Gemeindeleiter Jürgen Hain in seiner Begrüßung.

“Wo ist mein JESUS abgeblieben?” war die große Frage, die zwei Jugendliche in ihrem Anspiel stellten: Bei ihnen selbst war JESUS auf dem Dachboden abgestellt, weil ER im Alltag störte. Nur an Feiertagen wurde ER kurz heruntergeholt und abgestaubt. Bei Parties flog ER jedoch in die Besenkammer – und als ER plötzlich auch noch zu reden anfing, wurde ER flugs wieder auf dem Dachboden verstaut. ER hatte in ihrem Leben keinen Platz mehr, war zu unbequem geworden. Kein Wunder, dass bei beiden das Christsein ziemlich langweilig und dröge war …

Klaus Schmidt

Klaus Schmidt, Dozent des Theologischen Seminars im Zentrum "Neues Leben" in Altenkirchen und Gastreferent dieses Tages, hatte für das Problem eines langweilig gewordenen Christseins die passende Medizin: JESUS muss an erster Stelle stehen, damit der Glaube nicht zur Tradition und Form wird. Seine Gedanken: Was ich wirklich liebe, kommt bei mir zuerst (dafür habe ich Zeit).

  • Der große Vorwurf (Off 2,1-4): “...Aber ICH habe an dir auszusetzen, dass du deine erste Liebe aufgegeben hast.”
  • Das vergessene Gebot (Mt 22,36 ff): “Du sollst den HERRN, deinen GOTT, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken.”
  • Die Liebesbeziehung zu JESUS spielt eine große Rolle, denn Liebe beflügelt und macht lebendig. Meine erste Frage ist dann: “Was kann ich tun, um den anderen, JESUS, glücklich zu machen?” Und dabei kommt man vielleicht auf die verrücktesten Ideen. Andere spüren unsere Verliebtheit zu JESUS.
  • Als JESUS Petrus fragt: “Hast du Mich lieb?”, merkt man Sein Interesse daran, dass ER sich Liebe von uns wünscht. Ohne Liebe ist die Beziehung zu JESUS langweilig.
  • Eine Frage, die ich mir stellen kann, ist: “Fällt es mir leicht, Dinge für JESUS zu tun?” Liebe macht lebendig!

JESUS zuerst – Wie komme ich dahin?

  • Die Liebe zu JESUS muss wieder zu einem Thema für mich werden, aber dabei soll ich nicht an der Sachebene arbeiten: "mehr in der Bibel lesen, mehr beten usw.", sondern an der Beziehungsebene. Wer von der Liebe motiviert wird, lebt anders. Ein Beispiel dafür ist der Bericht über die Sünderin, die JESU Füße mit kostbarem öl salbt. (Lk 7,36ff)
  • Die Liebe zu JESUS wächst auch beim Erfüllen Seines Missionsauftrags. Man spürt Gemeinden ab, ob sie ihren ursprünglichen Auftrag verlassen haben oder sich von Herzen dafür einsetzen, dass andere Menschen zu JESUS finden.
  • Wenn Christsein langweilig geworden ist, kann die Frage helfen: “Wann warst du das letzte Mal auf der Straße?” Missionarische Arbeit ist spannend – man erlebt JESUS wieder, sieht, wie ER wirkt.
bei der Essensausgabe

Am Nachmittag, durch den Markus Bieber führte, berichteten die beiden Missionare Stefanie Osthof und Hans Jörg Zimmermann kurz aus ihrer aktuellen Situation. Ihre Botschaft an diesem Tag war: GOTT ist gut, das muss vom Kopf ins Herz, auch in schwierigen Zeiten. Und: Vorbilder gibt es nur eins – und das ist JESUS! Den Schlussakkord der Tagung setzte Klaus Schmidt mit seinem Aufruf: JESUS zuerst, damit wir im Alltag nicht untergehen!

Am Beispiel des Berichts über Martha und Maria in Lukas 10,38ff machte er Mut, die richtigen Prioritäten am Tag zu setzen. Beide taten Richtiges, aber es geht darum, das Richtige zur richtigen Zeit zu tun. Auftanken bei JESUS, hören auf GOTT am Morgen und schon ordnen sich die Dinge des Tages viel besser. Seine Erfahrung: “Ich habe es abends noch nie bereut, morgens Stille Zeit gehalten zu haben – umgekehrt dagegen schon: Vieles erledigt, ohne Zeit für GOTT genommen zu haben!”

Martina Schwenk