VMF–Herbstkonferenz Schaafheim

am 18.9.2011

Zuhörer

Mission heute?!

Diese Frage der Missionskonferenz in Schaafheim wurde am 18.09.2011 eindeutig mit Ja! beantwortet. Michael Epah, Leiter der gastgebenden Gemeinde, brachte es auf den Punkt: Unser GOTT ist empfehlenswert und darum wollen, sollen wir von IHM weitersagen. Nur um zwei Begründungen aufzuführen, nannte er die Erfahrung der Sündenvergebung des Königs David (Ps 51) und die wunderbare Wesenshaltung JESU uns gegenüber, dass ER keinen Druck macht, sondern Seine Jünger für den Bau Seines Reiches stärkt.

Anspiel der Jugend

Dass allerdings das Bekenntnis zu JESUS schon etwas kosten kann, machte das Anspiel der Jugend deutlich. Aber gerade in einer Gesellschaft, in der "cool–sein" gefragt und eine verbindliche Beziehung zu diesem GOTT nicht "in" ist, kann das Erzählen persönlicher Erfahrungen mit JESUS Interesse wecken und Herzen öffnen.

David Schneider

David Schneider war der Gastreferent des Vormittags. “Mission ist der Herzschlag GOTTES”, so der Co– und Jugendpastor der Ecclesia Ulm, der in seiner Gemeinde mit vielen jungen "Originalen" Missionsarbeit direkt vor der Tür umsetzt. Wöchentliche Straßenevangelisation, persönliche Gespräche und Aktionen, Einladungen zu Gottesdiensten und bundesweite – so genannte – Missionstrupps zählen zu seinem Programm, das nicht auf Organisation, sondern auf dem persönlichen Auftrag JESU jedes Einzelnen basiert.

JESUS selbst war der größte Missionar und jeder Christ ist ebenfalls einer, so lautet sein Statement. Jeder hat das Potenzial zu missionieren, mit seiner Art, an seinem Platz. Aber viel geht verloren, wenn andere Prioritäten im Leben gesetzt werden. Jugendliche stehen manchmal besonders in dieser Gefahr, dabei können sie so viel bewirken.

Um einen Generationenkonflikt besonderer Art ging es in seiner Predigt rund um die Person Hiskias. Von ihm sagt die Bibel in 2. Chron 3 ff: „Er tat, was recht war in den Augen des HERRN … Er vertraute auf den HERRN, den GOTT Israels. Und nach ihm hat es seinesgleichen nicht gegeben unter allen Königen von Juda noch unter denen, die vor ihm waren.” (Elberfelder)

Sein Vater Ahas tat nämlich nicht, was GOTT gefiel – im Gegenteil, er unterstützte die Verehrung fremder Götter und schloss sogar den Tempel. Hiskia, als sein Sohn, ließ sich jedoch nicht davon beeindrucken und räumte als Erstes, als er seinem Vater auf dem Thron folgte, mit der Sünde auf.

  • Erstens: Er machte Platz für GOTT und bezog das Volk mit ein. – Er schloss das Tor zum Tempel wieder auf und ließ allen Unrat ausräumen. Jeder tat, was er konnte. Lehre: Jeder wird gebraucht!
  • Zweitens: Er brachte die Leute in den Tempel. – Er lud ganz Israel, nicht nur Juda, zu einem großen Passahfest ein. Das einte und motivierte die Leute; zu Hause angekommen, folgten sie dem Beispiel Hiskias und rissen die heidnischen Stätten vor Ort nieder. Lehre: Mission ist viel einfacher, als wir denken!
  • Drittens: Er ordnete den Tempeldienst. – Die Dienste im Tempel werden verteilt und bestimmten Personen zugeordnet. Lehre: Die Gemeinde ist dazu da, Berufene auszusenden und zu unterstützen.

Zum Schluss allerdings wurde Hiskia stolz auf das von "ihm" Erreichte. Er hatte den Blick dafür verloren, dass alles durch GOTT kam. – Auch die VMF hat sich das Thema Mission auf die Fahnen geschrieben, wie sonst kaum ein Gemeindeverband. Es ist die Basis ihrer Geschichte und der Grund ihrer Existenz. Entscheidend ist der beständige Blick auf JESUS, dass alles in der bewussten Abhängigkeit zu IHM getan wird und dass man weiß: JESUS kann etwas bewirken – und die VMF nur mit IHM!

“Wie Mein Vater Mich gesandt hat, so sende ICH euch”, sagt JESUS. Leben wir in unserer Berufung? JESUS war GOTTES Geschenk an uns. Wollen wir ein Geschenk an die Menschen unserer Zeit sein und ihnen JESUS nahe bringen?

JESUS war sich Seiner Mission sicher. Er wusste, wer ER war, war abhängig von GOTT, suchte dessen Ehre, war gesandt und handelte mit Autorität.

Schaafheimer Chor

Hanne Weber (Chile)

Hannelore Weber, Chile–Missionarin der VMF seit 33 Jahren und nach acht Jahren zum ersten Mal wieder in Deutschland, brachte mit ihrer humorvollen Art Schwung in die mittägliche Müdigkeit. Mit einem Gedanken von Franz von Assisi forderte sie auf: “Predige, predige, predige – und wenn nötig, benutze auch Worte!” Natürlich ist Mission heute wichtig! Es ist dringend an der Zeit, dass wir JESUS in unserem Leben sichtbar machen, sagt sie und ist manchmal erschrocken, dass Christen eher Geschwätzigkeit, Gehemmtheit, Langeweile, ein mürrisches Wesen, Traurigkeit und Unzufriedenheit abzuspüren ist. Aber damit können wir keine Menschen für JESUS erreichen!

Unsere Art, wie wir als Christen wirken, hängt von unserer Intimität mit JESUS ab. Das ist die Zeit, die jeder alleine mit JESUS verbringt, und das, was in dieser Zweisamkeit zwischen JESUS und dem Menschen gesprochen und erlebt wird. Dieses Verliebtsein in JESUS haben wir, wenn wir gar nicht genug bekommen können von der Zweisamkeit mit IHM. Dann ist die Liebe GOTTES ausgegossen in unsere Herzen, und mit dieser Liebe erreichen wir Fernstehende für IHN, das steht für Hannelore Weber fest. Viele chilenische Frauen aus ihrer missionarischen Arbeit haben dieses Feuer aufgefangen und tragen es nun weiter. Die Beispiele, die sie den Konferenzgästen vorstellte, zeigten die Tiefe des Glaubens der chilenischen Schwestern. Liebe macht uns zu richtigen Missionaren, egal wo wir sind. GOTT beruft nicht die Qualifizierten, sondern ER qualifiziert die Berufenen.

Deshalb: Mission JA!

Martina Schwenk

Schieflage?

Das V des VMF–Logos an der Wand
des Konferenzraumes war nach links
gekippt. Ein Missgeschick? “Nein”, sagte
Harald Mischler, “es zeigt, dass das
Kreuz die VMF festhält!”

Zuhörer