VMF–Herbstkonferenz in Meiswinkel

am 23.9.2012

Zuhörer bei der Konferenz

Wenn JESUS der HERR ist …

Gerhard Weber

Um dieses Thema drehte sich alles auf der VMF–Herbstkonferenz 2012.
Bertram Müller, Leiter der gastgebenden Gemeinde in Meiswinkel, stellte gleich die Herrnhuter Tageslosung an den Anfang: “Prüft in allem, was ihr tut, ob es GOTT gefällt.” Eph 5,10 Denn: Nur wenn wir JESUS in unser Leben hineinreden lassen, kann das Leben unter GOTTES Segen gelingen.

Werner Knorr

Die VMF–Missionare Helga und Werner Knorr (dienstältester Missionar der VMF (Kamerun)) sowie Gerhard Weber (Chile) waren zur Freude aller in Meiswinkel mit dabei und richteten ermutigende Worte an die Konferenzteilnehmer.

Um einen "Lebensstil des Glaubens heute" ging es dem Gastsprecher Bernd Scheven.
Den Pastor der Ecclesia Familienkirche Barmen und Vorsitzenden des Ecclesia Gemeindeverbandes hatte dieses Thema in letzter Zeit sehr bewegt. Anlass waren die Lobpreislieder, die in den Gottesdiensten gesungen werden. Er stellte sich die Frage: Meinen wir sie ehrlich? Leben wir die Texte? Wenn wir singen: "Alles, HERR, bist DU!" – leben wir das auch?

Bernd Scheven

Sein Herz bewegte die Aussage von Paulus aus Gal 2,20: “Darum lebe nicht mehr ich, sondern CHRISTUS lebt in mir! Mein vergängliches Leben auf dieser Erde lebe ich im Glauben an JESUS CHRISTUS, den Sohn GOTTES, der mich geliebt und Sein Leben für mich gegeben hat.” Aber: Wo ist JESUS für uns HERR? Nur im Himmel oder auch in unserem Leben? Lassen sich Christen noch in ihr Leben hineinreden?

In der heutigen Zeit, sagte er, sei die Gesellschaft eher vom Selbstbestimmungsrecht durchdrungen. Wir wollen bestimmen, über unseren Beruf, unseren Wohnort, die Wahl des Partners, über Geld und Zeit; und in größerem Rahmen will die Gesellschaft auch selbst Maßstäbe setzen in Politik und Moral. Das ist heutzutage normal. Eine Einmischung in das Leben anderer gilt in Deutschland heutzutage schon als Straftat; alles ist erlaubt, jeder Lebensstil und jede Einstellung gleich gut, heilende Kritik ist nicht erwünscht.

Auch bei Christen wird es zunehmend schwieriger, sie auf biblische Wahrheiten und Maßstäbe anzusprechen. Eine Einmischung in den Lebensstil ist auch hier nicht mehr gewünscht. Als Pastor, bemerkte Bernd Scheven, muss man das aber tun und auch tun dürfen. Wie sonst soll Gemeinde und das Leben Einzelner gelingen?

Die Bibel zeigt uns Personen, die GOTT ganz nachfolgten. JESUS hat sich selbstlos für uns hingegeben und ist für uns am Kreuz gestorben. Paulus hat den selbstbestimmten Menschen aufgegeben, wie Galater 2,20 zeigt. Noah war ein Mann, der sich in seinem Leben nach dem richtete, was GOTT sagte, auch wenn die anderen um ihn herum ihn als Spinner bezeichneten. All diese Personen haben nicht in „frommen“ Zeiten gelebt, in denen das Hören auf GOTT Mode war. Die Zeit entsprach der heutigen, wie sie im Buch Richter 21,25 beschrieben ist: „... jeder tat, was recht war in seinen Augen.”

Für Jona hatte GOTT einen Auftrag. Dieser aber sagte erst mal „Nein” und übte sein vermeintliches Selbstbestimmungsrecht aus. Er flieht auf einem Schiff in eine ganz andere Richtung, wird schließlich über Bord geschmissen und landet im Bauch eines großen Fisches. Hier kommt er zur Einsicht, dass er aus seinem Dilemma alleine nicht rauskommt und fleht GOTT um Hilfe an. GOTT hört und rettet ihn. Aber ER hat für Jona keinen Plan „B”. Sein ursprünglicher Auftrag für Jona bleibt bestehen, er soll nach Ninive gehen und Buße predigen.

Kinderbetreuung

Jona gehorcht diesmal, und GOTT ist gnädig: der König und die Stadt samt Tieren tun Buße und kehren zu GOTT um. An diesem Punkt bekennt Jona: “Ich wusste,dass Du gnädig bist.” Diese Theorie hatte er vorher am eigenen Leib erfahren, als GOTT ihn aus größter Not rettete und der Fisch ihn an Land spie. Nur wer die Gnade begriffen und erlebt hat, kann Missionar werden, nicht vorher. Und dann muss man GOTT gehorsam sein. Jona war gehorsam, nachdem er die Gnade in seinem Leben erfahren hatte. Trotzdem predigte er nur kurz und wenig einfühlsam, aber GOTT schenkte Bekehrungen. Wenn wir gehorsam sind, tut GOTT ALLES.

Bernd Scheven fasste seine Predigt zusammen: “Der achtet auf nichtige Götzen, der das wichtig nimmt, was GOTT nicht so wichtig nimmt und das für unwichtig erklärt, was GOTT wichtig ist. Der verlässt die Gnade, und wer aus der Gnade fällt, hat alles verpasst!”

Das komplette Jesus–Bild

beim Basteln

Am Nachmittag sprach Bernd Scheven über die Emmaus–Jünger (Lukas 24,13-35). Diese beiden Männer, die JESUS radikal nachgefolgt waren, hatten sich nach der Kreuzigung ihres HERRN auf den Rückweg gemacht. Sie waren enttäuscht und zogen sich frustriert zurück. Der Tod JESU passte nicht in ihr JESUS–Bild, die Ankündigungen über Seine Auferstehung hatten sie nicht bewusst wahrgenommen.

Auch wir haben viel und Außergewöhnliches mit JESUS erlebt, da passiert es leicht, enttäuscht zu werden, wenn Geschehnisse nicht in unser JESUS–Bild passen. Wer sich seinen eigenen JESUS „macht”, wird frustriert. Nicht die Umstände, sondern unsere Bewertungen machen uns Situationen schwer oder leicht. Nur das komplette JESUS–Bild – so wie es in der Bibel vermittelt wird – schützt vor Frustration und Rückzug!

Martina Schwenk