Seminar in Herborn–Seelbach 22.3.2014

Zuhörer

Die Missionsstrategie des Paulus und das Wirken des HEILIGEN GEISTES

Ein Referat von Anthony Fisher (Potsdam) anlässlich der VMF-Jahreshauptversammlung am 22.03.2014 in Herborn-Seelbach.

aufmerksamer Zuhörer Wachsames Wahrnehmen des Umfeldes und planvolles Handeln bieten eine Grundlage für das übernatürliche Wirken GOTTES. Und so geschieht fruchtbare Evangelisation und Mission.

Von der Missionsstrategie des Paulus, der beide Elemente geschickt kombinierte, können wir viel lernen. Generationen haben von seinem Vorbild profitiert. Aber ist er deswegen ein Held? Keinesfalls, denn er hatte Mühe bei der Arbeit, litt Entbehrungen und unter Krankheit und war sich seiner Schwachheit bewusst.

Die damalige Welt des Paulus glich in vielerlei Hinsicht der unsrigen: Es gab Globalisierung durch den Hellenismus und das Römische Reich sowie Pluralismus, der sich in vielen Weltanschauungen und Religionen offenbarte. Die Gemeinde GOTTES wuchs in diesem Umfeld aber immer weiter, trotz innerer und äußerer Konflikte. So ist sie ein gutes Vorbild für uns heute.

aufmerksamer Zuhörer

Paulus wollte möglichst effektiv arbeiten und viele erreichen. Wie sah seine Missionsstrategie aus? Wie plante er seine Missionsreisen? – Er nutzte, was da war!

Paulus kommunizierte auf Griechisch, der damaligen Hauptsprache, um möglichst viele Menschen zu erreichen. Paulus war ein Apostel, und er wollte Multiplikatoren hervorbringen. Er reiste auf den Hauptstraßen und Schiffsrouten im Mittelmeerraum, so erreichte er "schnell" viele Orte.
In den Hauptstädten hielt er sich bewusst und oft länger auf. Die großen Städte sind offen für Neues und haben viel Einfluss. Von dort kann das Evangelium weitergetragen werden.

aufmerksame Zuhörer

Öffentliche Plätze und Gebäude waren sein Zuhause – Paulus predigte zum Beispiel in Synagogen, wo er schon Gottesfürchtige erreichen konnte, aber auch auf heidnischen öffentlichen Plätzen. Er nutzte die beliebte Form öffentlicher Debatten, um JESUS als Gesprächsthema einzubringen.

Was können wir daraus lernen?

Anthony Fisher sagt: Wir sollten

  • kreativer und flexibler nach Plattformen suchen, das Evangelium weiterzusagen
  • mehr Zeit im säkularen Umfeld verbringen und uns nicht in der Gemeinde abschotten
  • uns mit dem Denken der Zeit auseinandersetzen
  • langfristig am öffentlichen Leben teilnehmen
  • für die Menschen mit ihren Fragen und Problemen erreichbar sein.
Missionsleiter Ernst–Dietrich Osthof dankt Anthony Fisher

Paulus hatte bei all dem eine gute geistliche Wahrnehmung und hörte sehr deutlich den HEILIGEN GEIST, wohin er als Nächstes gehen sollte. Er hatte Durchblick, Erkenntnis, Vollmacht durch den HEILIGEN GEIST, und das Wirken des HEILIGEN GEISTES zeigte sich in der Umkehr zahlreicher Menschen zu JESUS – in Heilungen und anderen Wundern.

So ist es auch heute: Der HEILIGE GEIST ist den Missionaren und ihrer Strategie immer einen Schritt voraus. Er bereitet Menschen auf die Botschaft von JESUS vor, und er führt sie mit denen zusammen, die im Gehorsam gegenüber JESUS am richtigen Ort und geistgewirkt von IHM reden und handeln.

Strategie und HEILIGER GEIST ist kein "entweder–oder" – es ist eine Einheit!

Martina Schwenk

 

Jahreshauptversammlung 2014