Senioren-Freizeit in Neustadt/Lachen

Gruppenfoto Seniorenfreizeit

Zunächst lassen wir die jüngste Teilnehmerin der Senioren-Freizeit zu Wort kommen:

„Mein Name ist Felicitas Frey. Ich bin 25 Jahre alt und habe im Oktober letzten Jahres mein Violinstudium abgeschlossen. Paul Schlosser, der Leiter der Senioren-Freizeit, lud mich ein, das Musikteam zu verstärken und einen Musikabend mitzugestalten. Ich plante diese Woche ein und freute mich auf die Begegnung mit erfahrenen, reifen Christen. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Ich war überrascht, wie GOTT in den morgendlichen und abendlichen Zusammenkünften mit großer Bereitschaft geehrt und gepriesen wurde. Es waren herrliche Gebetszeiten, die einen breiten Raum im Gottesdienst einnahmen und mich ermutigten, selbst vor GOTT zu treten.

Wir Musiker hatten viel Freude bei der Vorbereitung der Gottesdienste und erlebten, wie sich der kräftige Gemeindegesang wunderbar mit dem Spiel unserer Instrumente (2 Geigen, Bratsche und Cello/Klavier) verband. Zum Abschluss besuchten einige von uns den Gottesdienst im Haus, was die Gastgeber sehr freute. Im nächsten Jahr haben sie uns schon eine Woche im August (19.08.–26.08.2019) reserviert für die nächste Senioren-Freizeit, die ich auch gern wieder besuchen würde.” Soweit der Bericht unserer jungen Musikerin.

Der Prediger dieser Freizeit, kommt aus Minsk, der Hauptstadt Weißrusslands. Weißrussland ist ein Land von "Kartoffelfreunden", das leider auch viele Alkoholsüchtige hat. Br. G. War ein sogenannter "guter Christ", der nicht trank und nicht stahl und mit sich zufrieden war, als er GOTTES Auftrag vernahm: „Du sollst jede Woche einmal die Süchtigen und Obdachlosen deines Stadtviertels zu einem guten Essen einladen.“ Der Auftrag gefiel ihm nicht, doch er wurde an das Wort aus dem Jakobusbrief erinnert: „Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, für den ist es Sünde.” Unter großen persönlichen Opfern führte er den Auftrag mehrere Monate aus, mit einer wachsenden Zahl von Gästen. Schließlich bekam er die Weisung von GOTT, einen Lautsprecher anzuschaffen und bei den Essenstreffen christliche Lieder zur Gitarre zu singen. Das waren die Anfänge einer Erweckung in seinem Stadtteil, wo die Schlimmsten die Ersten waren, die das Heil annahmen. Später gründete er eine Pfingstgemeinde und ein christliches Haus für Alkoholabhängige, das eine hohe Erfolgsquote hat.

Auch seine Predigten mit dem Motto "Leben im Geist" beleuchteten die Tatsache, dass GOTT Seine Kinder oft schwere Wege führt, sie aber nicht im Stich lässt. Hier noch einige Streiflichter aus den Predigten: Der Patriarch Jakob wurde vor eine riesige Herausforderung gestellt, als er am Hochzeitsmorgen nicht seine geliebte Rahel, sondern die ungeliebte Lea neben sich sah. Oft stehen vor der Erfüllung göttlicher Verheißungen (Rahel) Zeiten großer Herausforderungen (Lea), die aber ein wichtiger Bestandteil von GOTTES Plan für uns sind.

GOTT verhinderte zwar, dass Jakobs Sohn Joseph in der Zisterne umkam, aber er ließ es zu, dass Joseph in die Sklaverei verkauft und auch dort zu Unrecht ins Gefängnis geworfen wurde. Hätte GOTT Josephs Hoffnung auf sofortige Befreiung und Rückkehr zum Vater erfüllt, wäre die gesamte Familie Jakobs in der Hungersnot umgekommen.

Fazit: GOTT hat nicht nur unsere momentane Lage im Blick, sondern hat auch den Blick für die Zukunft. Wenn wir in der Not, die GOTT zulässt, lernen, IHM zu danken, werden wir IHM noch einmal für die Not, die ER zugelassen hat, danken. (Psalm 50,23)

Rainhild Schlosser, Freiburg